Die 24-Stunden-Diät im Test

In 24 Stunden bis zu 2 Kilos abnehmen? Ok, das klingt auf den ersten Blick etwas unseriös. Doch wissenschaftliche Studien und unser Selbsttest beweisen, dass diese Diät tatsächlich funktioniert. Wir zeigen dir, wie die Blitzkur nachhaltig zum Erfolg wird.
Bilder: iStockphoto / Stilpalast

Das Prinzip der Blitzdiät

Die von Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Michael Hamm und Fitness-Experte Achim Sam entwickelte 24-Stunden-Diät basiert auf der optimalen Fettverbrennung. Um diese anzukurbeln, werden zuerst die Kohlenhydratspeicher geleert. Denn nur so zapft der Körper zur Energiegewinnung die Fettdepots an. Die Leerung der Kohlenhydratspeicher erfolgt durch ein intensives Intervalltraining. In Kombination mit einem speziellen Essensplan schmelzen tatsächlich in 24 Stunden nachhaltig die Pfunde.


 

So funktioniert’s

In Tat und Wahrheit musst du etwas mehr Zeit in die Blitzdiät investieren als deren Name vorgibt. Denn die Abnehmkur beginnt schon am Vorabend des Diättages. Um den Stoffwechsel auf Fettverbrennung zu programmieren, gilt es mittels Sport die Kohlenhydratspeicher zu entleeren. Damit das Ausdauertraining nicht zu lange dauert, verzichtest du am besten schon mittags auf kohlenhydratreiche Gerichte wie Pasta oder Sandwiches und greifst stattdessen zu Fleisch bzw. Fisch mit Gemüse oder Salat. Zwei Stunden vor dem Training solltest du nichts mehr essen.

Um die Kohlenhydratspeicher zu leeren, sind je nach Leistungsvermögen ca. 60 Minuten Intervalltraining nötig (je trainierter du bist, desto länger wird das Training). Hierzu eignen sich perfekt Ausdauersportarten wie Radfahren, Joggen und Schwimmen. Nach dem anstrengenden Training darfst du dich mit einem eiweissreichhaltigen, leichten Abendessen belohnen (Geflügel, Fisch, Magerquark mit wenig Apfelmus, Hüttenkäse etc.). So läuft die Fettverbrennung schon über Nacht auf Hochtouren.

Am nächsten Tag stehen ein moderates Ausdauertraining und eine kohlenhydrat- und kalorienarme Ernährung auf dem Programm. Frauen bzw. Männer sollten an diesem Tag nicht mehr als 800 bzw. 1000 Kalorien zu sich nehmen.

Nach der Blitzdiät gilt es sich in den darauffolgenden Tagen ganz normal zu ernähren (am besten am Abend kohlehydratarm) und nicht über die Stränge zu schlagen. Gut möglich, dass du wieder einige wenige hundert Gramm zunehmen wirst, aber danach sollte das Gewicht stabil bleiben.  

Die 24-Stunden-Diät ist nicht als Dauerdiät geeignet, da sie auf dem Intervallprinzip basiert. Du solltest sie frühestens erst wieder nach einer Woche durchführen.
 

Unser Selbstversuch

Wir haben die 24-Stunden-Diät getestet und durften am Ende tatsächlich einen Gewichtsverlust von 1,5 bis 1,8 Kilogramm registrieren. Nachfolgend findest du unseren Ernährungsplan:

Am Vorabend:

250 g Magerquark mit 2 EL ungezuckertem Apfelmus und etwas Zimtpulver

Morgenessen:

1 Papaya gefüllt mit Magerquark, 1 EL Kernenmix, Bio-Goji-Beeren und einem Spritzer Honig

Mittagessen

Gemüseteller inkl. wenig Frischkäse (oder fettarmem Geflügel bzw. Fisch)

Abendessen

Rühreier (1 ganzes Ei und 4 Eiweiss, ohne Fett braten) mit Chicorée-Blättern und Schnittlauch, leicht gesalzen und gepfeffert

Snacks

Bei Hunger haben wir eine Grapefruit und einige Mandeln zu uns genommen. Süsse Gelüste stillten wir mit zwei Trockenfrüchten.

Getränke

Um die Fettverbrennung noch mehr anzukurbeln, setzten wir bei der 24-Stunden-Diät auf Ingwertee mit Zitrone.
 


 

Unser Fazit

Die 24-Stunden-Diät funktioniert tatsächlich und triggert als erste Blitzdiät auch nicht den Jojo-Effekt an. Da man sich während der Diät etwas schlapp fühlt (bei einer optimalen Fettverbrennung ein erwünschter Effekt), empfehlen wir die Diät an einem Wochenende durchzuführen. 

Wir erachten die Blitzkur als ideal, um nach Schlemmertagen rasch einige Pfund zu verlieren bzw. den Bauchumfang zu reduzieren. Wer diese Diät über mehrere Wochen je einen Tag praktiziert, kann weiter abspecken und den Abnehmeffekt stabilisieren. Da der rasche Gewichtsverlust sehr motivierend ist, kann die Blitzdiät auch als perfekter Einstieg zu einer gesünderen Ernährungsumstellung genutzt werden.