Pimp your.… Garage???

Auch die Garage kann und sollte durchaus ein wohnlicher Ort sein. Wir zeigen dir, wie du in diesem oft nur stiefmütterlich behandelten Raum ganz easy Gemütliches und Stylisches mit Praktischem kombinieren kannst.
Bild: Pixabay.com © StockSnap

Es ist bei vielen ein trister Ort. Vielleicht genormt, vielleicht optisch etwas dem Haus angepasst. In jedem Fall aber so zweckmässig wie kaum ein anderer Raum. Heim fürs Auto, Lagerraum für Reifen, Kanister, Autoshampoo – das bisschen Zubehör, das fast jeder Automobilist besitzt. Doch muss das so erschreckend zweckmässig sein? Immerhin gibt es auch im Haus genügend Zweck-Räume, die wir trotzdem ausstatten und dekorieren. Und genau hier kann die Garage ebenfalls punkten. Wie, das zeigen wir dir jetzt.


Auch wer kein leidenschaftlicher Auto- oder Motorradschrauber ist, sollte in der Garage Optisches und Funktionelles kombinieren. (Bild: Pixabay.com © SplitShire )

 

Wieso die Garage?

Gegenfrage: Warum stellt man Topfblumen ins Gäste-WC, hängt Deko an die Fenster unbewohnter Kellerräume? Weil die meisten dazu tendieren, Zimmer zu personalisieren. Natürlich kann man jetzt einwerfen, dass man sich ja am Tag höchstens fünf Minuten in der Garage aufhält. Doch hier kommt auch noch ein praktisch-dekoratives Element ins Spiel. Denn die Garage ist eben mehr als nur der "Schlafplatz" des Autos. Er ist auch:

  • Lagerraum
  • Werkstatt
  • Partyraum

Ok, in einer XS-Beton-Fertiggarage in die gerade mal das Auto passt, braucht man natürlich keine Mühen zu investieren. Doch wenn man vorne eine Werkbank stehen hat oder Partys veranstalten will, lohnt es sich, die Garage dauerhaft aufzuhübschen. Und ausserdem kann man bei passender Gelegenheit auch durchaus ins Praktische investieren.


Eine Garage kann weit mehr sein als nur ein Autoabstellplatz. (Bild: impressiveinteriordesign.com)

 

1. Der Garagenboden

Du denkst, dass der Boden völlig egal ist, weil ja eh nur das Auto darauf steht? Falsch. Denn ganz gleich ob man nun dort einen klitzekleinen Renault Twizy oder einen X-Klasse-BMW abstellt: Auf dem normalen Estrichboden einer Garage wird immer Abrieb produziert. Dieser Staub legt sich aufs Auto oder aufs Motorrad. Zudem bleibt er auch unter den Schuhen kleben und landet später in der Wohnung.

Aus diesem Grund besorgst du dir am besten eine abriebfeste Betonbodenfarbe. Die wird dann wie eine Wandfarbe mit der Rolle verarbeitet. Der Boden wird optisch verschönert und gleichzeitig härter im Nehmen.


Ein robuster Boden sieht nicht nur gut aus, sondern lässt sich auch im Nu reinigen. (Bild: garagedoordecorideas.us)

 

2. Die Innenwände und Deko

Wer verstanden hat, wie praktisch es sein kann, Partys (und vor allem das damit verbundene Chaos) aus der Wohnung in die Garage auszulagern, versteht auch, warum es Sinn macht, hier etwas mehr Aufwand zu betreiben.

  • Los geht's, indem die Wände mit Frabe gestrichen werden.
  • Dann besorgst du dir am besten etwas Deko. Was ist egal, aber natürlich bietet es sich an, das Auto-Thema aufzugreifen – etwa in Form von Blechschildern, Fotos von Autorennen oder Nachdrucke von Rennplakaten.
  • Es folgt eine gute Beleuchtung. Und zwar so, dass sie "Schraubern" den Arbeitsbereich gut ausleuchtet und/oder beim Feiern für ein tolles Ambiente sorgt. Bunte Lichtschlangen, vielleicht farbige Strahler sind in Sekundenschnelle installiert und verwandeln per Schalterdruck die Garage zur Partyzone.

Bei der Dekoration alleine solltest du es jedoch nicht „bewänden“ lassen. Vielmehr gehört auch ein kompaktes Stausystem dazu. Klassische, wenig tief bauende Metallregale, wie es sie in Baumärkten günstig gibt, sind eine Option. Die andere ist ein selbstgebautes, vollwertiges Boxsystem. Dieses lässt sich nicht nur nach Bedarf umändern, sondern kostet auch noch wesentlich weniger als Fertigregale – und es lässt sich ganz leicht an die baulichen Garagen-Gegebenheiten anpassen.

Und wenn du schon dran bist, könntest du natürlich auch noch schnell ein Ordnungssystem für Besen, Kehrschaufel und Co. zusammenbasteln. So sieht die Garage nicht nur stylisch aus, sondern ist auch noch richtig praktisch.


Wanddekorationen lassen eine Garage gleich wohnlicher aussehen. (Bild: houzz.com)

 

3. Das Garagentor

Ein Garagentor ist nur ein Tor? Nicht wirklich. Denn es ist ein elementarer Bestandteil für die Sicherheit des Autos – und zudem das verbindende Element von Aussen- zu Innenbereich. Schwingtore, wie sie der Schweizer Hersteller Normstahl im Programm hat, sind da die Einstiegsvariante. Wer etwa auf ein Sektionaltor setzt, kann die Garage beim Party-Einsatz so komfortabel für Personen öffnen und schliessen wie bei einer normalen Zimmertüre.

Insbesondere wenn sich keine Fenster in der Garage befinden, solltest du darauf achten, dass das Tor transparente Elemente mitbringt, sonst ist man noch mehr auf die Beleuchtung angewiesen. Und natürlich darf auch die Tor-Innenseite in die Deko einbezogen werden. Damit die Beweglichkeit gewahrt bleibt, solltest Du allerdings nicht auf schwere Schilder setzen, sondern auf Wandfahnen, Poster und Ähnliches.


Das Garagentor ist das verbindende Element von Aussen- und Innenbereich. (Bild: Getty Images)

 

4. Das gehört in die ultimative Garage

Bis zu diesem Punkt ist die Garage sowohl schick als auch praktisch. Doch wie beim Eiskunstlauf gibt es neben dem Pflichtteil auch die Kür. Wenn du punkten willst benötigst du folgendes:

  • Einen Kühschrank. Denn ob nun nach getaner Schrauber-Arbeit oder bei der Party: Es nervt, wenn man für jedes Kaltgetränk ins Haus rennen muss.
  • Eine Werkbank. Nicht nur für Autoschrauber, sondern jeden, der sich als Heimwerker oder Hobbygärtner betätigt, ist eine stabile, gern auch selbstgebaute Werkbank der komfortable Arbeits-Untergrund.
  • Eine Steckdosen-Batterie. Es ist lästig, beim Basteln mit Elektrowerkzeugen dauernd umstecken zu müssen. Ein paar Aufputz-Steckdosen setzt ein Elektriker im Schlaf und bereits für wenige Franken.
  • Musik macht sowohl das Arbeiten leichter als auch das Feiern spassiger. Wer an der Decke (am besten in den Ecken) günstige (Auto)-Lautsprecher anbringt, braucht nur noch eine kleine Stereoanlage und hat direkt ein vollwertiges Soundsystem.
  • Werkzeugkisten sind nur Einsteiger-Level. Für grössere Ambitionen benötigst du eine Werkzeugwand über der Werkbank. Die gibt es entweder im Baumarkt fertig zu kaufen oder kann aus einem grossen Brett und mit vielen Schrauben selbst gestaltet werden.

Falls die bisherigen Arbeiten in dir das „Heimwerker-Tier“ erweckt haben, benötigst du auch noch eine Uhr. Am besten gleich die thematisch passende Radkappen-Wanduhr. Dann ist es aber endlich geschafft: Deine Garage ist ein cooler, praktischer, wohnlicher Ort, der für weit mehr als nur das Parken von Fahrzeugen taugt.


Eine Werkzeugwand und Werkbank beenden nicht nur das Chaos, sondern lassen auch ein vernüftiges Arbeiten zu. (Bild: Pixabay.com © azboomer)