Tipps für den perfekten Kaffee

Emi Fukahoris grosse Leidenschaft ist der Kaffee. Als hauptberufliche Barista weiss sie, welche wunderbaren Aromen und sinnlichen Genussmomente sich den dunkelbraunen Bohnen entlocken lassen. Lass dich hier von ihren wertvollen Tipps und ungewöhnlichen Kreationen inspirieren und in eine einzigartige Kaffeegenusswelt entführen.
Bilder: © Philips (6) / Getty Images (3)

Wer Emi Fukahori in ihrem Café „MAME“ in Zürich bei der Arbeit als Barista zusieht, spürt rasch, welche Leidenschaft sie für Kaffee empfindet und dass dessen Zubereitung weit mehr ist als nur eine automatisierte Handlung. Für sie ist die Kaffeezubereitung eine Wissenschaft und Kunst, die mit viel Liebe für Details zelebriert wird. Emi, ihres Zeichens Barista-Schweizermeisterin 2015, verriet uns, welche Geheimnisse hinter einem guten Kaffee stecken und welche einzigartigen Signature-Coffeedrinks sich mit der dunkelbraunen Bohne kreieren lassen.

 

1. Auswahl der Kaffeebohne

Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Er verfügt über 800 Aromen, die über floral, schokoladig bis hin zu nussig reichen, wobei unsere Zunge daraus vier grobe Geschmacksrichtungen erkennen kann (salzig, süss, bitter und würzig). Welche Bohnen zum perfekten Kaffeegenuss führen, ist gemäss Emi dem Gusto jedes einzelnen Kaffeetrinkers überlassen. Sie empfiehlt verschiedene Bohnen auszuprobieren, um so seinen persönlichen Favoriten zu entdecken. Für Emi selbst verfügt die perfekte Bohne über ein ausgewogenes Verhältnis von süssen, sauren und bitteren Elementen (50, 30 und 20 Prozent).

Neben dem Aroma ist für Emi beim Kauf auch wichtig zu wissen, woher der Kaffee kommt und unter welchen Umständen er angebaut wird. Sie ist überzeugt, dass sich faire Arbeitsbedingungen für die Plantagenarbeiter auch positiv auf die Kaffeequalität auswirken.

 

2. Bohnen als erste Wahl

Das Nonplusultra für einen perfekten Kaffee ist die Verwendung von ganzen, sortenreinen Bohnen. Ein im Voraus gemahlener Kaffee büsst gemäss Emi gut 50 Prozent seines Aromas ein. Frische Bohnen sorgen schliesslich auch für eine üppige Crema.

 

3. Die verschiedenen Mahlgrade

Entscheidend für den Geschmack eines Kaffees ist der Mahlgrad. Eine Regel dafür, wie fein welche Kaffeesorte gemahlen werden sollte, gibt es nicht. Auch hier heisst es „ausprobieren“. Teste mit deiner Maschine einfach verschiedene Mahlgrade mit kleinen Kaffeemengen aus und du wirst überrascht sein, wie sich der Geschmack eines Kaffees verändert. Kaffeevollautomaten der neusten Generation, wie zum Beispiel Emis aktuelle Lieblingsmaschine „Xelsis“ von Saeco, erlauben bis zu 8 Benutzern ihre favorisierte Kaffeezubereitung abzuspeichern. So kann jederzeit ganz easy per Touchscreen der Lieblingskaffee herausgelassen werden.

 

 

4. Das Wasser

Entscheidend für den Kaffeegeschmack ist nicht zuletzt auch der Härtegrad des Wassers. Ist dieses sehr hart oder kalthaltig, beeinflusst dies den Geschmack des Kaffees negativ. Gute Kaffeemaschinen (wie Emis Xelsis) haben einen speziellen Filter im Wassertank, der das Wasser optimal entkalkt bzw. enthärtet. Alternativ kannst du auch stilles Mineralwasser verwenden, doch auch hier gilt es auf den optimalen Härtegrad von 8°d und PH-Wert von 7,0 zu achten. Destilliertes Wasser eignet sich übrigens nicht für die Kaffeezubereitung, denn Kaffeegeschmack hängt u.a. auch von den Mineralstoffen und dem Salzgehalt ab, die im verwendeten Wasser enthalten sind. Sie binden die feinen Aromen, die im Kaffeepulver enthalten sind. Je weniger Mineralien im Wasser sind, desto weniger intensiv der Geschmack.

 

5. Sauberkeit

Das A und O für den perfekten Kaffeegenuss ist schliesslich auch die Sauberkeit der Maschine. Gemäss Emi verbringt ein Barista die Hälfte seiner Arbeitszeit mit Putzen. Denn nur saubere Maschinen würden guten Kaffee machen, so die gebürtige Japanerin.

 

Emis Signature-Coffeedrinks

Ob Espresso, Latte Macchiato, Frappuccino oder Cold Brew, du liebst Kaffee in jeder Variante? Dann solltest du unbedingt einmal eine der nachfolgenden Emi-Kreationen ausprobieren. Du und deine Gäste werden begeistert sein.

 

Espresso "Apricot Infusion"

Zutaten: 

  • Espresso
  • 3 Stk. getrocknete Aprikosen
  • 30 ml heisses Wasser 

Zubereitung:

Einen frischen Espresso nach Wahl vorbereiten und ihn in eine kleine Tasse geben. Anschliessend die 3 Aprikosenstücke in 30 ml heissem Wasser etwas ziehen lassen. Zum Schluss den Espresso mit der Aprikosen-Infusion mischen.

 

Espresso Hot Orange

Zutaten: 

  • Espresso
  • 50 ml Orangensaft
  • 1 Scheibe Orange

Zubereitung:

Einen frischen Espresso nach Wahl vorbereiten und ihn in eine grosse Tasse geben. Anschliessend 50 ml Orangensaft aufheizen und zusammen mit dem Espresso in der Tasse mischen. Mit der frischen Orangen-Scheibe verzieren.