Wellness-Trends gibt es heutzutage unzählige. Einer davon ist Floating - das Schweben in konzentriertem Salzwasser. Es soll Stress abbauen und sogar Schmerzen lindern, behaupten Wissenschaftler. Stilpalast hat das Floaten mal getestet.

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Neue Entspannungsmethode

In der heutigen Zeit sind die meisten von uns permanenten Umweltreizen ausgesetzt. Da eine solche Überflutung auf Dauer aber nicht gesund ist, haben wir uns im Netz nach einer neuen Entspannungsmethode umgesehen. Dabei sind wir auf das Floating gestossen. Bis dato kannten wir nur das Solebad, welches wir mit gemächlich dahinschwimmenden Leuten älteren Semesters assoziierten.

Erlebnis der anderen Art

Schon nach dem Eintreten ins Floating-Center mussten wir feststellen, dass dies so gar nichts mehr mit unserer Sanatorium-Erinnerung zu tun hatte – Solebad 2.0 sozusagen. In einem angenehm duftenden Raum konnten wir uns aufs Floaten vorbereiten: Kontaktlinsen raus, duschen, Ohrstöpsel rein. Bewusst haben wir uns für ein offenes Floating-Becken entschieden, welches im Gegensatz zu den Floating-Tanks keinen Deckel hat. Floating-Becken sind etwa 30 cm tief mit einer Salzwasserlösung gefüllt, die über eine so hohe Dichte verfügt, dass sie den Körper trägt. Wir waren also quasi der menschliche Korken im Floating-Meer. Das Salzwasser war angenehme 34.8°C warm, was ungefähr der Aussentemperatur unserer Haut entspricht und somit jegliches Kälte- bzw. Wärmeempfinden verschwinden lässt. Eine sofortige Entspannung trat aber nicht ein, denn wir mussten zuerst die optimale Position finden, in der wir eine Stunde dahinschweben konnten. Was uns am meisten Mühe bereitete, war das Fallenlassen des Kopfes und damit das Entspannen des Nackens. Zum Glück gab es zur Linderung ein Nackenhörnchen. Auch einzelne Spritzer der Salzsole, welche wir durch das Herumgerudere auf unseren Gesichtern einfingen, konnten wir mit dem extra dafür vorhandenen Lappen sofort wegwischen.

Stress ade

Nachdem die kleinen Startschwierigkeiten überwunden waren, konnten wir tatsächlich total entspannen. Mit leiser Musik, gedämpftem Licht und dem Geräusch unseres eigenen Herzschlags verflogen die 60 Minuten im Nu. Schlafen konnten wir zwar nicht, aber den Gedanken freien Lauf lassen. Beim Verlassen des Floating-Centers fühlten wir uns ausgeruht, gestärkt und voller Energie – die Stresshormone lösten sich offenbar im Salzwasser auf.

Woher stammt das Floating?

Mitte der 50er-Jahre entwickelte der amerikanische Gehirnforscher Dr. John C. Lilly die ersten Floating-Anlagen, in welchen er die Aktivität des Gehirns bei Abschirmung von Aussenreizen und den damit in Zusammenhang stehenden reduzierten Sinneswahrnehmungen untersuchte. Er fand heraus, dass das Gehirn dabei in einen besonderen Entspannungszustand gerät. Mit dem Wellness-Boom folgten in den letzten Jahren auch im deutschsprachigen Raum immer mehr Hotels, Wellness-Center und Studios dem Floating-Trend aus den USA. Nebst der eintretenden Tiefenentspannung soll regelmässiges Floaten u.a. die Abwehrkräfte stärken, den Blutdruck senken, Gelenkschmerzen lindern, die Regeneration nach sportlicher Belastung verbessern und bei Hautproblemen helfen.

Wo floaten?

Nachfolgend einige Floating-Center quer durch die Schweiz:

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