Was gibt es Gemütlicheres, als sich an einem kalten Abend zuhause gemütlich auf dem Sofa einzukuscheln und ein gutes Buch zu lesen? Wir präsentieren dir nachfolgend spannenden und unterhaltsamen Lesestoff, den du jetzt auf dem Schirm haben solltest.

Bild: Stilpalast

Fuchsmädchen (Maria Grund)

Dieses fesselnde Buch mit vielen geheimnisvollen Figuren und einer tollen, düsteren Atmosphäre ist nur schwer aus der Hand zu legen. Es bietet Hochspannung pur und ein äusserst überraschendes Finale, das wir nie vorausgeahnt hätten. Die Autorin nimmt die LeserInnen mit auf eine schwedische Insel, wo eines Tages in einem Kalksteinbruch die Leiche eines schwangeren jungen Mädchens gefunden wird. Das Verstörende an dem Fall: Die Tote hat eine unheimliche Fuchsmaske bei sich. Ermittlerin Eir bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Zusammenarbeit mit ihrer neuen Kollegin Sanna einzulassen. Denn nur Tage später ist eine weitere Frau tot – und auch in ihrer Wohnung finden sich Hinweise auf eine Maske. Eir muss sich nicht nur mit den Serienmorden auseinandersetzen, sondern auch mit Sanna, die ein dunkles Geheimnis verbirgt.


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Vernichten (Michel Houellebecq)

Zu den starken Neuerscheinungen 2022 zählt auch das aktuelle Werk von Starautor Michel Houellebecq, der bei vielen KritikerInnen als «Miraculix der Literatur» gilt. Tatsächlich ist «Vernichten» ein Zaubertrank bzw. grosses Erzählkunstwerk. Worum es geht? Um die französischen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2027, mysteriöse Hacker und Terroranschläge, Machenschaften der Superreichen und mittendrin eine kleine feine Geschichte über eine unglückliche Familie in der Provinz. Die feine und spannende Erzählung rund um den Spitzenbeamten Paul Raison, der Morddrohungen gegen einen Präsidentschaftskandidaten aufklären soll und gleichzeitig um sein privates Glück kämpft, liest sich wunderbar leicht und mit grösstem Vergnügen.


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Chinesisches Roulette (Desmond Shum)

Du interessierst dich für das aktuelle Weltgeschehen und insbesondere für die Gesellschaft und Wirtschaft Chinas? Dann können wir dir die Neuerscheinung «Chinesisches Roulette»  wärmstens empfehlen. Der chinesische Geschäftsmann und Milliardär Desmond Shum enthüllt in seinem Buch das geheime Leben des «roten Adels» zwischen Luxus, Korruption und Angst. Er lässt uns damit einen Blick hinter die Kulissen werfen, die dem westlichen Auge normalerweise verwehrt bleiben. Shum, der in Shanghai und Hongkong aufgewachsen ist und in den USA studiert hat, liefert einen brisanten Augenzeugenbericht aus der neureichen Wirtschaftselite Chinas und erzählt von einem, der mit verstrickt war und mitverdient hat. Selten hat es jemand gewagt, so offen über das zu schreiben, was in China Macht bedeutet.


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Serge (Yasmina Reza)

Die renommierte «Süddeutsche Zeitung» erachtet den neusten Roman von Yasmina Reza als «etwas vom Besten, was es derzeit zu lesen gibt». Tatsächlich liefert die französische Starautorin mit «Serge» ein literarisches Highlight, das meisterlich zwischen Geschichtspessimismus und Komik balanciert. Im Roman geht es um die Erinnerung einer jüdischen Familie an den Holocaust. Die Geschwister Popper – Serge, Jean und Nana – haben sich nach dem Tod ihrer Mutter immer mehr entfremdet. Serges Tochter Joséphine schlägt nun der Familie einen Besuch in Auschwitz vor, um sich auf die Spuren der Vergangenheit ihrer Grossmutter zu begeben. Reza erzählt dabei virtuos, wie bei der touristischen Besichtigung die verschiedenen Temperamente der Familienmitglieder aufeinanderprallen. Und hinter den messerscharfen Dialogen ist es gerade die existentielle Hilflosigkeit dieser Menschen, die berührt. Der geniale Roman mit bitterem Humor bringt einem immer wieder zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken.


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Hast du uns endlich gefunden (Edgar Selge)

Er wurde unter anderem für seine Rolle als Polizeiruf 110-Kommissar Jürgen Tauber, den er zwischen 1998 und 2009 spielte, bekannt. Jetzt sorgt Edgar Selge mit seinem ersten Roman für positive Schlagzeilen. Mit dem zwölfjährigen Edgar lässt er uns in eine Kindheit in Westfalen in den fünfziger und sechziger Jahren eintauchen und das strenge Regiment der Eltern miterleben, die versuchen, durch Hingabe an klassische Musik und Literatur nachzuholen, was sie ihre verlorenen Jahre nennen. Und wenn sich der 73-jährige Edgar Selge gelegentlich selbst einschaltet und sich mit Witz und Offenheit den eigenen Gefühlen stellt, wird klar: Die Schatten der Kriegsgeneration reichen bis in die Gegenwart hinein. Der Roman strotzt von grossem Ernst und gleichzeitig fabelhafter Lakonie, die das Lesen zu einer bewegenden und äusserst spassvollen Angelegenheit werden lassen.


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Feuer im Alten Land (Hanna Paulsen)

Leichte und sehr spannende Kost bietet der neuste Krimi von Bestseller-Autorin Hanna Paulsen, der von LeserInnen als grossartiger Pageturner mit einer super-coolen Protagonistin und erfrischendem Lokalkolorit beschrieben wird. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Polizeireporterin Gesa Jansen, die für die Hamburger Abendpost über ein Feuer im Alten Land berichten soll. Doch dann steht sie eines Tages vor dem brennenden Hotel ihres Bruders Gunnar. Als dieser unter Verdacht gerät, selbst der Feuerteufel zu sein, zieht Gesas Chefredakteurin sie ab und setzt ihren Kollegen Björn Dalmann auf die Story an. Gesa hingegen muss zu ihrem Leidwesen über die Krönung der neuen Apfelblütenkönigin schreiben, was sie natürlich sehr langweilt – zumindest bis die Vorjahreskönigin in einer abgebrannten Scheune tot aufgefunden wird und Gesa auf eine brandheisse Spur stösst….


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Die Enkelin (Bernhard Schlink)

Mit dem Roman «Die Vorleserin» sorgte Bernhard Schlink Mitter der 90er-Jahre international für Furore. Auch mit seinem aktuellen Buch «Die Enkelin» stürmt der ehemalige Hochschulprofessor und Jurist die Bestseller-Listen. Und dies mit gutem Grund: Das brillante Buch liest sich «süffig», bewegt und regt zum Nachdenken an. Nach 367 Seiten fanden wir es richtig schade, dass es schon ausgelesen ist. Schlink erzählt die Geschichte von Kaspar und Birgit, die sich in den sechziger Jahren ineinander verlieben. Kaspar verhilft Birgit, die in Ostberlin lebt, zur Flucht nach Westdeutschland. 50 Jahre später findet er Birgit in der gemeinsamen Wohnung tot auf und muss Wochen später feststellen, dass seine grosse Liebe viele Geheimnisse hatte und bis zu ihrem Tod auf der Suche nach ihrer seinerzeit zurückgelassenen Tochter war, von deren Existenz Kaspar gar nichts wusste. Für den Witwer wird diese Suche zum Vermächtnis, und er macht sich auf den Weg in Birgits alte Heimat. Dort findet er eine völkische Gemeinschaft auf dem Land – und ein junges Mädchen, das in ihm den Grossvater sieht. Kaspar bemüht sich um einen liebevollen Kontakt zu seiner «Enkelin», doch dies wird ihm nicht leicht gemacht, denn sie leben in vollkommen unterschiedlichen Welten…


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Dschinns (Fatma Ayedemir)

Erst am Valentinstag erschienen, hat sich Fatma Aydemirs grosser Familienroman bereits einen Top-Platz in den Bestsellerlisten gesichert. Auch die Literatur-KritikerInnen sind voll des Lobs für den Neuling der jungen Erfolgsautorin («Ellbogen»), in dem das Lüften von Familiengeheimnissen und den Diskursen über Identität bzw. Herkunft bei der Leserschaft für viel Spannung und grosses Vergnügen sorgt. Der Roman erzählt die Geschichte einer Familie, deren Vater als Gastarbeiter nach Deutschland kam und kurz nach Antritt der Rente an Erschöpfung stirbt. Die Mutter zieht danach mit ihren drei Kindern in die Istanbuler Wohnung, die ihr Ehemann extra für sein Rentnerleben gekauft hatte. Indem Aydemir jedem Familienmitglied ein Kapitel widmet, veranschaulicht sie gekonnt die zahlreichen Aspekte der Migrations-Bemühungen und wie jede einzelne Figur diese auf seine Weise zu bewältigen versucht.


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