Kreativ, inklusiv und voller Innovationskraft: Am 22. Juni 2026 verwandelte sich der F+F Campus in Zürich in das Epizentrum der Schweizer Modeszene. Bei der neuesten Ausgabe der «Mode Suisse & Friends» zeigten unabhängige Designer:innen und die renommiertesten Design-Hochschulen des Landes die Trends von morgen. Von bunten Bonbon-Farben über gelebte Nachhaltigkeit bis hin zu wegweisender, barrierefreier Mode – wir haben die absoluten Highlights und die spannendsten Labels für dich zusammengefasst.
Fotos: Alexander Palacios 1. Adam Brody: Farbexplosion und Body Positivity

Adam Brody verzauberte das Publikum mit seiner neuen, lebensfrohen «Wearable Candy Collection» und brachte atemberaubende, bunte Kleider aus Taft auf den Runway. Ein absoluter Hingucker: Ein Key-Piece in bonbonfarbenem Magenta, das mit eleganten Spaghetti-Trägern, einer grossen Schleife und einem glamourösen, wallenden Cape besticht. Getreu dem unverkennbaren Motto des Zürcher Labels «Style has nothing to do with size» bietet die Kollektion zeitlose Eleganz für diverse Körpertypen bis Grösse 50. In diesem Jahr feierte das Label zudem seine wohlverdiente Premiere als offizieller, jurierter Teilnehmer der «Sélection Mode Suisse».
2. Denervaud: Schweizer Heritage neu gedacht

Als gefeierter Newcomer und Gewinner des Awards der D.E.S.I.G.N. Foundation zeigte das Label Denervaud (von Tim Dénervaud aus Neuchâtel) eine faszinierende Kollektion. Das Label spiegelt die Schweizer Herkunft des Designers auf eine extrem zeitgenössische Weise wider: Auf den avantgardistischen Kleidern und Accessoires findet man traditionelle Schweizer Kulturidentität und Handwerk in Form von coolen Kuhmotiven wieder. Ein wunderschöner Beweis dafür, wie modern und edgy Heimatverbundenheit aussehen kann.
3. Rework Premium: Upcycling auf Haute-Couture-Niveau

Das Berner Kollektiv REWORK Premium zeigte eindrücklich, dass Nachhaltigkeit längst die Speerspitze der Modewelt erreicht hat. Das Label hat sich darauf spezialisiert, Vintage-Kleidungsstücken ein komplett neues Leben einzuhauchen. Auf dem Laufsteg präsentierten sie kunstvoll re-inszenierte und transformierte Unikate, die zu designorientierten, hochmodernen Kollektionen umgewandelt wurden. Wer einzigartigen Streetstyle mit grünem Gewissen sucht, kommt an REWORK dieses Jahr nicht vorbei.
4. Annika Javet: Mutige Visionen der Next Generation

Die Zukunft des Schweizer Modedesigns ist gesichert. Annika Javet präsentierte ihre Entwürfe stolz als Teil des Kollektivs der Zürcher F+F Schule für Kunst und Design (der diesjährigen Gastgeber-Schule). Die gezeigten Looks brachten frischen, künstlerischen Wind auf den Runway und zeigten die unbändige Experimentierfreude der jungen Generation. Mutige Schnitte und aussergewöhnliche Silhouetten machten ihren Auftritt zu einem echten Erlebnis.
5. Christina-Seewald: Sinnlicher Strick mit Power

Die Zürcher Newcomerin Christina Seewald, ebenfalls ausgezeichnet mit dem Förderpreis der D.E.S.I.G.N. Foundation, setzte ein echtes Statement auf dem Laufsteg. Ihre Kollektion lieferte eine kraftvolle, äusserst sinnliche und moderne Interpretation von Knitwear (Strickmode). Fernab von klassischen Strickpullovern zeigte sie skulpturale, körperbetonte Designs, die Weiblichkeit und Stärke perfekt miteinander verbinden.