Nicht zuletzt dank Instagram & Co. ist Wandern auch bei Jungen zur absoluten Trendsportart avanciert. Ein ganz besonderes Fleckchen Erde für unvergessliche Naturerlebnisse ist das hügelige Appenzellerland mit dem imposanten Alpsteinmassiv und einem Wanderwegnetz von über 1'200 Kilometern. Stilpalast präsentiert aus der grossen Vielfalt an Traumrouten 3 wunderbare Bergtouren abseits der grossen Touristenströme.

Bilder: iStockphoto

Genussvoller Abstieg vom Hohen Kasten

Wie praktisch eine Seilbahn doch ist! In nur 8 Minuten transportiert sie Wandervögel von Brülisau aus auf den Hohen Kasten (1’795 m ü. M.). Auf dem Gipfel befindet sich ein topmodernes Drehrestaurant mit Wahnsinns-360°-Aussicht auf den Bodensee, das Rheintal und natürlich das Appenzellerland.

Über den spitzigen Kamor aus geht es auf einem Bergwanderweg munter hinunter zum Resspass und weiter durch einen Wald zum romantischen Forstseeli, das sich perfekt für einen kleinen Grill- oder Sandwich-Halt eignet. Den Fähnerenspitz musst du bei dieser Route nicht erklimmen, sondern nur umrunden. Zur Belohnung warten im Restaurant Eggli leckere Appenzeller Spezialitäten. Auf einem gemütlichen Weg geht es schliesslich wieder hinunter ins Tal nach Brülisau.

Wegpunkte:
Brülisau (Seilbahn) / Hoher Kasten / Kamor / Resspass / Forstseeli / Eggli / Brülisau

Wanderzeit:
ca. 4 Stunden (ohne Pausen)

Die schönste Gratwanderung des Alpsteins

Ausgangspunkt für diese herrliche Wanderung ist einmal mehr der Hohe Kasten. Dieses Mal führt der Weg jedoch in die entgegengesetzte Richtung, und zwar auf dem Grat entlang der südlichen Alpsteinkette. Vorbei am Berggasthaus Staubern (1’750 m ü. M.), in welchem sich nach etwas mehr als einer Stunde der Halt für ein herzhaftes Appenzeller Plättli und ein Glas Most lohnt, erreicht man nach weiteren 90 Minuten die Saxer Lücke.

Steil hinunter geht’s sodann zur Bollenwees, die wie gemalt am kleinen Fählensee liegt, und weiter zum Sämtisersee. Im Berggasthaus Plattenbödeli lässt sich die ruhige Atmosphäre inmitten ungestörter Natur herrlich geniessen, bevor der Rückweg nach Brülisau unter die Füsse genommen wird. Beeindruckend sind auf dieser Route nicht nur die fantastischen Ausblicke, sondern auch die spannenden Infos auf den rund 20 Thementafeln, die sich auf diesem sogenannten Geologischen Wanderweg befinden. Das Alpsteinmassiv gilt aufgrund seiner speziellen Gesteinsformation unter Geologen schweizweit übrigens als das schönste Gebirge.

Wegpunkte:
Brülisau (Seilbahn) / Hoher Kasten / Staubern / Saxerlücke / Bollenwees / Sämtisersee / Plattenbödeli / Brülisau

Wanderzeit:
ca. 5.5 Stunden (ohne Pausen)

Alpiner Höhenweg mit Highlights

Bequem mit der Seilbahn von Wasserauen aus erreichbar, präsentiert sich auf dem Hochplateau der Ebenalp (1’644 m ü. M.), auf der nördlichsten Alpsteinkette, in der auch der majestätisch aufragende Säntis thront, eine wunderbare Fern- und Alpensicht. Statt nun aber den kurzen Weg zur mittlerweile weltberühmten Bergbeiz „Äscher“ zu wandern, die letztes Jahr den ersten Platz im Ranking der „most interesting restaurants in the world“ der „Huffington Post“ belegte und sich seither kaum noch vor Touristen retten kann, führt der Weg dieser weniger frequentierten Traumroute weiter über die Alp Chlus hinauf zum Schäfler.

Nach einer herzhaften Stärkung im gleichnamigen Berggasthaus auf 1’924 m ü. M. geht’s um den Schäflergipfel, weiter entlang der Südwände der Läden und Altenalptürme, hinab zum Steckenbergsattel bis hin zum urchigen Berggasthaus Mesmer (1’613 m ü. M.).

Appenzeller Köstlichkeiten und eine traumhafte Aussicht auf den Seealpsee entschädigen hier garantiert den Anflug eines kleinen Muskelkaters. Apropos Seealpsee: Wer eine Erfrischung für seine müden Füsse braucht, kann auf dem Rückweg nach Wasserauen gerne die Temperatur des tiefblauen Bergsees testen.

Wegpunkte:
Wasserauen (Seilbahn) / Ebenalp / Chlus / Schäfler / Steckenbergsattel / Unt. Mesmer / Seealpsee / Wasserauen

Wanderzeit:
ca. 4 Stunden (ohne Pausen)

Tipps & Infos

  • Um solche Bergtouren zu machen, solltest du körperlich fit sowie schwindelfrei sein. Trittsicherheit ist ebenfalls Voraussetzung.
  • Wichtig: Feste Bergschuhe mit einer guten, griffigen Sohle, Kälte-, Wind- und Regenschutz sowie Sonnenschutz, ein bequemer Rucksack mit Taschenapotheke sowie genügend Proviant und Getränke gehören zur Grundausrüstung.
  • Auch wenn das Wandernetz gut beschildert ist, solltest du immer auch eine Wanderkarte (elektronisch oder physisch) dabei haben, um Distanzen, Umwege etc. abschätzen zu können. Eine PDF-Wanderkarte des Appenzellerlandes findest du hier.
  • Vergesse nicht, dass es im Gebirge auch immer wieder Steinschlag geben kann. Schätze Gefahren lieber vorsichtig ein und checke immer auch vorgängig die Wetterprognose (an steilen Hängen, die nass sind, besteht erhöhte Rutschgefahr!).

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