Bezauberndes Korsika

Bloggerin und Fotografin Franziska Köhl liebt es, ferne und nahe, fremde und bekannte Städte und Länder zu entdecken. Heute nimmt sie uns mit auf eine Reise auf die französische Insel Korsika im Mittelmeer, die mit ihren hohen Bergen, verträumten Dörfern und einsamen Buchten verzaubert.
Bilder: © Franziska Köhl

Nur knapp 1 ½ Flugstunden von der Schweiz entfernt wartet mit Korsika ein Ferienparadies, das wirklich für jeden etwas zu bieten hat. Über 70 Gipfel, die höher als 2’000 Meter sind, laden zum alpinen Wandern und Bergsteigen ein, das Mittelmeer lockt mit versteckten Badebuchten sowie langen Sandstränden und die kleinen Städtchen versprühen ein unglaublich sympathisches mediterranes bis fast schon karibisches Flair. Vielfältig sind die Landschaften und Eindrücke, die das „Gebirge im Meer“ aufweisen kann. Denn Korsika ist eine Destination für Abenteurer, Wanderer, Trekking-Fans und Camping-Freunde, aber genauso auch ein Ort für entspannte Badeferien oder kulturelle Erkundungen. Das wilde Herz der Insel wird durch spektakuläre Schluchten und schroffe Gipfel, klare Flüsse und Wasserfälle, dichte Wälder, die Macchia und kleine Bergdörfer gebildet. Rundherum verführen wunderschöne Sandstrände, kleine Buchten und Hafenstädte.


Versteckte Dörfer mit mittelalterlichen Gassen und atemberaubenden Ausblicken findet man im Hinterland der Belagne

Abhängig davon, in welche Richtung man auf Korsika abbiegt, können Ferien auf der Mittelmeerinsel ganz unterschiedlich aussehen. Im Osten locken oft viele Kilometer lange Sandstrände, die zum Baden im azurblauen Meer einladen. Von teils hoch aufragenden, zerklüfteten Felsen geprägt ist die westliche Seite Korsikas, deren Küstenlinie durch fjordähnliche Meereseinschnitte geformt ist. Hier liegt auch Ajaccio, die Hauptstadt der Insel. Das Landesinnere ist bei Wanderern besonders beliebt, bieten doch kristallklare Flüsse, Quellen und Badegumpen in den Felsen eine völlig andere Welt als die Strände des Mittelmeers. Die Berglandschaften mit ihren dichten Pinien- und Korkeichenwäldern sowie spektakuläre Passstrassen machen diese Gegend zum Erlebnis. Mittendrin findet sich auch das faszinierende Corte, die ehemalige Hauptstadt der Insel.


Blick von einem der vielen kleinen Bergdörfer aus aufs azurblaue Meer

Auch wenn Korsika vor allem eine Insel für Naturfreunde ist, haben auch die Städte einiges zu bieten. In Ajaccio, dem Geburtsort Napoléons I., ist dieser immer noch in Museen und Denkmälern allgegenwärtig, in Bastia, Calvi, Corte und Bonifacio begeistert die mittelalterliche Architektur mit ihren gut erhaltenen Festungsanlagen, den sogenannten Zitadellas. Auch die zahlreichen „Genuesertürme“, die eine Verteidigungslinie rund um die Küste bildeten und heute noch sehr gut erhalten sind, zeugen von der bewegten Geschichte der Insel.


Blick von der Zitadelle Calvis auf den Hafen und die Altstadt