Ungewöhnliche Reiseziele für 2020

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen unter die Nullgrad-Grenze und die Sonne zeigt sich nur noch im Sparmodus. Kein Wunder, weckt dies bei vielen Fernweh und Reisefieber. Stilpalast präsentiert 6 ungewöhnliche Sehnsuchts-Reiseziele für 2020.
Ruanda

Ruanda, auch bekannt als «das Land der tausend Hügel», hat grosse Fortschritte gemacht und wurde kontinuierlich für Reisende erschlossen. Das kleine Land, das in den 90er-Jahren von einem brutalen Bürgerkrieg und Völkermord heimgesucht wurde, hat vor allem in den letzten zehn Jahren einen grossen Wandel durchlebt. Natürlich ist das ostafrikanische Binnenland kein Ziel für Pauschaltouristen – dies wird es auch nie sein –, doch wer Tiere und die Natur liebt, an fremden Kulturen interessiert ist und seinen Horizont erweitern möchte, ist in Ruanda goldrichtig. Zu sehen sind wunderbare Nationalparks mit traumhaft reizvollen Landschaften sowie eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Ein unvergessliches Erlebnis ist sicherlich das Beobachten der letzten verbliebenen Berggorillas der Welt. Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Hauptstadt Kigali, die mit einer boomenden Food-Szene, lebhaften Märkten und einem spannenden Nachtleben lockt.

Bilder: Getty Images
Israel
Israel ist zum echten Trendziel für junge Individualreisende geworden. Kein Wunder, denn das Land voller Gegensätzlichkeiten begeistert mit traumhaften Landschaften, einer unfassbar grossen Geschichte und jeder Menge Kultur. Vor allem Städte wie Tel Aviv boomen und haben eine Menge zu bieten: Eine lebendige Kunst- und Kulturszene, grandioser Streetfood an jeder Ecke, hippe Shops und Cafés, einen 15 km langen Strand und ein legendäres Nachtleben. Wer sich in den Nahen Osten begibt, sollte sich allerdings gut vorbereiten und über die zu besuchenden Orte Bescheid wissen. Die Geschichte von Jerusalem, Bethlehem, Nazareth etc. zu kennen, macht es leichter, Israel und sein Volk als Ganzes zu verstehen. Übrigens: Wenn man sich an die allgemeinen Verhaltensregeln hält, wie man sich als Tourist in einem fremden Land zu benehmen hat, braucht man sich in Israel keine Sorgen um seine Sicherheit zu machen.
Albanien
Das südeuropäische Balkan-Land hat es in vielerlei Hinsichten nicht einfach. Auch touristisch gesehen steht es immer im Schatten der benachbarten Länder Griechenland und Montenegro. Mit herrlich mediterranem Klima, wunderschönen und abgelegenen Stränden, kristallklarem Wasser, einer geschäftigen Hauptstadt mit hippen Restaurants, unendlichen Wandermöglichkeiten in wunderschönen Berglandschaften und einer ausgezeichneten Küche kann aber auch Albanien voll punkten. Der Vorteil: Massentourismus kennt man im grösstenteils unberührten Land (noch) nicht. Dementsprechend viele versteckte Juwelen, wie z.B. das Dorf Ksamil im Süden, gibt es zu entdecken. Ein weiterer Pluspunkt für Reisende, die auf ihren Geldbeutel achten: Ferien in Albanien sind extrem preiswert. 
Bhutan
Am östlichen Ende des Himalayas, versteckt zwischen Indien und China, befindet sich mit dem buddhistischen Königreich Bhutan ein ganz spezielles Fleckchen Erde, das aufgrund der späten Berührung mit der westlichen Welt noch sehr ursprünglich geblieben ist. Wer die lange Anreise ins Land des Donnerdrachens auf sich nimmt, wird doppelt und dreifach belohnt: Zu sehen und zu erleben gibt es eine reiche Kultur, ein sehr gastfreundliches und tief religiöses Volk sowie spektakuläre Landschaften mit Urwäldern, hohen Bergen, tiefen Schluchten und reissenden Flüssen, die tatsächlich noch Schneeleoparden, Bären und Tiger beheimaten.
Kapverden
Zahlreiche weitläufige Strände, perfekte Wassersportbedingungen, eine farbenfrohe kreolisch-portugiesisch-afrikanische Kultur, angenehmes Klima mit durchschnittlich 350 Sonnentagen im Jahr und wenig Tourismus: Die Kapverdischen Inseln, die 570 km vor der afrikanischen Nordwestküste im Atlantik liegen, sind ein wunderbar idyllisches Ganzjahresziel und eine echt lohnenswerte Alternative zu den Kanarischen Inseln. Zu erkunden sind neun bewohnte Inseln, die allesamt ganz unterschiedlich sind: Von Sao Vicente, dem kulturellen Zentrum der Kapverden, über das vulkanische Fogo bis hin zu Sal, welches seine Besucher mit seinen warmen Salinen begeistert. Besonders beliebt ist der Archipel aufgrund der besonders artenreichen Unterwasserwelt auch bei Tauchern.
Uzbekistan
Unser letztes Sehnsuchtsziel liegt an der Seidenstrasse, der antiken Handelsroute, die China mit dem Mittelmeer verband. Dort erwarten dich Traumstädte mit klangvollen Namen, die mit zahlreichen architektonischen Meisterleistungen auftrumpfen können. In Samarkand, eine der ältesten bewohnten Städte der Welt, zählen u.a. die Bibi-Khanum Moschee oder das Gur-Emir-Mausoleum zu den Highlights. Beide gelten noch heute als einmalige Beispiele der islamischen Baukunst und wurden 2001 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Auch in Buchara und Chiwa braucht es nicht viel Fantasie, um sich im Schatten der imposanten Bauwerke in ein Märchen aus Tausendundeine Nacht versetzt zu fühlen. Lohneswert ist in allen drei, äusserst gastfreundichen Städten auch der Besuch eines Basars, wo es herrlich nach exotischen Gewürzen und saftigen Früchten duftet. Am besten fährst du mit dem Zug von einer Stadt in die andere. Abenteurer können auch einen Ausflug mit dem Auto nach Turkmenistan mit der goldenen Hauptstadt Ashgabat machen. Die Reise ist tagsüber nicht gefährlich, die Strassen sind aber sehr dürftig gewartet. Wer nach Usbekistan reist (neu brauchst du kein Visum mehr!) muss mit trockener Hitze im Sommer und strenger Kälte im Winter rechnen. Daher empfehlen wir einen Besuch in den Frühlings- oder Herbstmonaten. Regen ist in diesem wunderschönen Land das ganze Jahr über nur selten zu erwarten.