Die Fluggesellschaften hüten ihre Preisgestaltung wie ein Staatsgeheimnis. Wir zeigen dir clevere Tipps und Tricks, wie du den Tarifen dennoch ein kleines Schnäppchen schlagen kannst. 

Zeitraum zwischen Buchung und Abreise

Es gibt Dutzende von ausführlichen Studien zur Frage, wann der beste Zeitpunkt für eine Flugbuchung ist, und alle kamen zu einem Hauptergebnis: Das wichtigste Kriterium für einen günstigen Tarif ist der Zeitraum zwischen Buchung und Abreise. In allen Studien wurde der beste Flugpreis erzielt, wenn die Buchung acht Wochen im Voraus getätigt wurde. Eine möglichst frühe Buchung ist damit entgegen der weitläufigen Meinung nicht zwingend günstiger. Keinerlei Bestand hat die Last-Minute-Theorie für Schnäppchen-Preise. Alle Studien zeigten, dass die Preise drei Wochen vor Abflug stark ansteigen und immer teurer werden, je näher der Abflugtermin rückt. Dabei kann es sich um Preissteigerungen von bis zu 300 Prozent handeln. 

Bilder: iStockphoto

Der beste Tageszeitpunkt

Nicht gross ausschlaggebend für den Tarif ist der Wochentag bzw. der Tageszeitpunkt, an dem die Buchung vorgenommen wird. Einige wissenschaftliche Studien kamen immerhin zum Schluss, dass viele Flüge leicht günstiger sind, wenn sie nachmittags oder nachts gebucht werden, da sich Geschäftsreisende bzw. Urlauber ihre Flüge meistens vormittags bzw. abends sichern. 

Der perfekte Abflug- bzw. Rückflugtag

Wer zeitlich flexibel ist, der ist bei der Buchung klar im Vorteil. Denn wird an Wochenenden und in der Hochsaison gebucht, sind die Preise aufgrund des simplen Gesetzes von Angebot und Nachfrage deutlich höher. Auch die Länge des Urlaubs ist entscheidend: Für Europaflüge sind die Preise tendenziell bei zwei bis fünf Tagen am günstigsten, für Fernflüge bei drei bis zehn Tagen. 

Lohnender Vergleich

Ein Vergleich von verschiedenen Angeboten für einen Flug lohnt sich. Die beste Möglichkeit hierfür bieten Meta-Suchmaschinen wie checkfelix.com, swoodoo.com und skyscanner.com. Die kostenlosen Meta-Seiten haben zwei grosse Vorteile: Einerseits lassen sich mit ihrer Hilfe ohne grossen Aufwand rasch die günstigsten Tarife im Netz aufspüren, andererseits greifen sie mit ihrer eigenen IP-Adresse auf Reiseportale zu, sodass letztere keine Informationen über das Surfverhalten des Users empfangen.

Cookies löschen

Apropos Cookie-Technik: Diese erstellt ein Profil über die Surfgewohnheiten des Users. Bei einer wiederholten Suche nach bestimmten Flügen lohnt es sich deshalb, die Cookies manuell zu löschen. Aber aufgepasst: Damit gehen auch persönliche Anmeldeinformationen und Seiteneinstellungen verloren und müssen neu eingegeben werden. In den Einstellungen können übrigens bei jedem Browser die Cookies blockiert werden.

Verschiedene Browser verwenden

Aufgrund der Cookie-Technik kann es auf verschiedenen Browsern (z.B. Google Chrome, Safari, Internet Explorer etc.) auch zu Preisabweichungen kommen. Deshalb lohnt es sich, bei der wiederholten Flugsuche verschiedene Browser zu verwenden und die jeweiligen Preise miteinander zu vergleichen.

Best-Price-Suche bei anderen Produkten

Die Preise im Online-Handel gleichen nicht nur bei den Flügen den Aktien-Kursschwankungen an der Börse. Für Hotelbuchungen können die oben aufgeführten Kriterien für Flugreservationen ebenfalls erfolgreich angewendet werden. Zusätzlich sollten noch Hotelbewertungen miteinbezogen werden, wobei auch hier Meta-Suchmaschinen die besten Ergebnisse liefern (z.B. tripadvisor.de, trivago.de, check24.de).

Das Online-Portal „spottster“ hat vor kurzem auch die Preisschwankungen von Konsumgütern unter die Lupe genommen. Die Studie kam zum Ergebnis, dass Einrichtungsgegenstände, Sportartikel, Schuhe und Medikamente am günstigsten im März und Juli angeboten werden. Liebhaber von Elektronikartikel wird geraten, bevorzugt im Februar auf Schnäppchenjagd zu gehen. Zudem sinken im Elektronik-Handel die Preise tendenziell am Mittwoch. Mode- und Schuhfans sollten gemäss der Studie am Donnerstag die Augen offen halten. 

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