Zahlreiche aktuelle wissenschaftliche Studien haben sich in den vergangenen Monaten einmal mehr mit den Auswirkungen von Musik auf das körperliche und psychische Wohlbefinden der Menschen auseinandergesetzt. Wir haben hier für dich die erstaunlichsten Forschungsergebnisse gesammelt und auch gleich mit von der Wissenschaft empfohlen Songlisten und einfachen Alltags-Tipps ergänzt. Mit etwas Glück kannst du zudem eines von zwei Kultgadgets von Ultimate Ears für besten und flexiblen Musikgenuss gewinnen.

Bilder: Getty Images

Energie-Booster bei Erschöpfung

Du fühlst dich körperlich und geistig müde? Dann solltest du den Rat vieler WissenschaftlerInnen befolgen und deine Lieblingsmusik hören. An der Universität in Edinburgh hat sich beispielsweise bei einer aktuellen Studie mit mehreren hundert Personen gezeigt, dass sich die StudienteilnehmerInnen seelisch und physisch fitter fühlten, wenn sie anregende Songs hörten. Die Erklärung der WissenschaftlerInnen: Wenn uns die Musik gefällt, werden Endorphine ausgeschüttet – wir fühlen uns beschwingt und voller Energie. Zugleich stimulieren die rhythmischen Klänge der Musik das Belohnungszentrum im Gehirn und lösen einen Bewegungsdrang aus.

Tipp: Erstelle eine Playlist mit Songs, die dir gefallen und dich zum Mitsingen und Bewegen animieren. So hast du bei einem Energietief immer ein starkes Gegenmittel zur Hand. Trällere deine favorisierten Songs am besten gleich mit. Denn dabei wird deine Atmung tiefer. Die Zellen werden so besser mit Sauerstoff versorgt und du erhältst dadurch noch mehr Energie.

 

Gedächtnis-Hilfe

NeurowissenschaftlerInnen an der Universität in Pavia (Italien) untersuchten, ob Musik die geistige Leistungsfähigkeit von älteren Menschen beeinflussen kann. Wie sich bei der Studie zeigte, konnten die ProbandInnen im Alter von 60 bis 86 Jahren eine Wörterliste tatsächlich viel besser wiederholen, wenn während des Lernens im Hintergrund Mozarts «Eine kleine Nachtmusik» gespielt wurde. Die wissenschaftliche Begründung dieses Phänomens: Musik aktiviert bestimmte Bereiche im Gehirn, die auch für das Erinnerungsvermögen zuständig sind. Wichtig ist jedoch, dass es Instrumentalstücke sind, da Stimmen beim Lernen für Ablenkung sorgen.

 

Geheimwaffe im Sport

Viele WissenschaftlerInnen sind sich einig: Musik hilft, das Training nicht nur leichter und spassvoller, sondern auch wirksamer zu machen. Ihre Erklärung: Durch die dröhnenden Bässe wird die Hirnrinde kräftig angeregt und damit auch die Motivation bzw. Lust, länger und härter zu trainieren, gefördert. Studien von britischen ForscherInnen haben gezeigt, dass LäuferInnen mit Musik aus den Sparten Pop, Rock und Klassik ihre Trainingsleistung bis zu 20 Prozent steigern konnten. Die WissenschaftlerInnen betonen jedoch, dass für ein erfolgreiches Training mit Klangberieselung die richtige Wahl der Töne unerlässlich ist. Ein falscher Soundtrack bewirke nur wenig und könne sogar schädlich sein, indem er den Körper zur Ausschüttung von schädlichen Stresshormonen anregt.

Als perfekt erwiesen sich in den Studien dynamische und schnelle Workout-Songs mit einer flotten Frequenz von 120 bis 140 Schlägen pro Minute (Puls). Beim Yoga, Pilates, Aufwärmen bzw. Abkühlen empfehlen die ForscherInnen indes für die Trainings-Session langsamere Songs mit 60 bis 90 BPM (Beats per Minute). Wissenschaftliche Untersuchungen haben auch gezeigt, dass nicht jedes Musikgenre als Soundbegleitung beim Sport geeignet ist. Top sind Pop, Hip-Hop, Rock, Klassische Musik, Techno und R’n’B. Eher ungeeignet sind dagegen Reggae und Jazz.

Nachfolgend haben wir dir Trainings-Playlists mit verschiedenen BPMs für dein persönliches Workout zusammengestellt (passend zum Puls). Über Spotify kannst du diese ganz easy kostenlos herunterladen (einfach auf die gewünschte Playlist klicken und den Anweisungen folgen). Wir wünschen viel Spass beim Trainieren!

 

Gute-Laune-Macher

Verfügt Musik wirklich über einen Happy-Effekt? Diverse wissenschaftliche Untersuchungen kommen zum Schluss: Ja! Der Grund: Musik, die uns gefällt, steigert die Produktion des Wohlfühlhormons Oxytocin. Der niederländische Neurowissenschaftler Dr. Jacob Jolij hat sogar untersucht, was einen Song zu einem Happy-Song macht. Sein Ergebnis: das Thema (Liebesglück, Sonne, Strand, Party) und das Tempo (etwas schneller als durchschnittliche Popsongs).

Dr. Jolij erstellte aufgrund seiner Studienergebnisse  gemeinsam mit seinem Team eine Liste mit den besten Happy-Songs, von denen wir einige Song-Highlights in der nachfolgenden Playlist zusammengestellt haben. Der Neurowissenschaftler empfiehlt für einen spürbaren Wohlfühl-Effekt ca. 20 Minuten lang Happy-Songs zu hören:

 

Höherer Genuss und Schlankeffekt

Ab sofort solltest du beim Essen den TV ausschalten und dafür leise Hintergrundmusik mit weniger als 100 Taktschlägen pro Minute laufen lassen. Denn dadurch isst du weit langsamer und automatisch weniger. Dies bestätigt u.a. eine aktuelle Studie aus Dänemark, die 200 StudentInnen mit verschiedenen Musiktempi Schokolade essen liess. Das Ergebnis: Unterbewusst passte sich der Kau-Rhythmus dem Takt der Melodien an. Während die ProbandInnen bei schneller Musik die Schokostücke regelrecht verschlangen, liessen sie die Süssigkeit bei langsamen Beats genüsslich im Mund zergehen und assen am Ende weit weniger.

 

Putzhilfe

Dir machen Haushaltsarbeiten wie Putzen, Aufräumen, Bettenmachen und Wäschewaschen nur bedingt Spass? Dann versuch es doch mal mit musikalischer Begleitung. Mit Musik in den Ohren fällt Lästiges viel leichter. Nachfolgend findest du die besten Tracks zum Putzen:

 

Besser einschlafen

Runterkommen, entspannen und leichter einschlafen: Auch hier kann die richtige Musik wertvolle Unterstützung leisten. Der amerikanische Kardiologe Raymond Bahr machte bei seinen PatientInnen die erstaunliche Entdeckung, dass sich bei Beethoven und Vivaldi Atmung und Herzfrequenz auffällig rasch beruhigten. Es lohnt sich also, bei Nervosität und Schlaflosigkeit öfters mal Klassik zu geniessen. Wir haben für dich hier schon mal eine Playlist mit entspannenden Songs zum Einschlafen zusammengestellt:

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