Ob verlängertes Wochenende oder Sommerferien: Immer mehr Menschen verreisen nicht mit der Familie, sondern mit ihrem engsten Freundeskreis. Der Trend nennt sich «Friendcation» – eine Kombination aus «Friends» und «Vacation» und steht für gemeinsame Auszeiten mit der selbst gewählten Familie. Im Mittelpunkt stehen nicht Sehenswürdigkeiten oder straffe Reisepläne, sondern wertvolle Zeit mit den Lieblingsmenschen.
Gleichzeitig werden klassische Ferien immer teurer. Steigende Preise für Hotels, Restaurants und Transportmittel machen alternative Reiseformen attraktiver. Laut Hausbootanbieter Le Boat erleben Hausbootferien deshalb einen Aufschwung: Sie verbinden Unterkunft und Fortbewegung in einem und bieten genügend Platz für gemeinsame Erlebnisse sowie individuelle Rückzugsmöglichkeiten. Ob auf den Wasserwegen Frankreichs, Deutschlands oder der Niederlande – die Route lässt sich flexibel an die Wünsche der Gruppe anpassen. Ein Bootsführerschein ist dabei nicht erforderlich.
Damit die Reise harmonisch verläuft, empfehlen Experten, bereits vor der Buchung über Budget, Erwartungen und persönliche Bedürfnisse zu sprechen. Wer Aufgaben wie Routenplanung, Einkauf oder Ausflüge auf mehrere Personen verteilt, vermeidet Stress und sorgt dafür, dass sich alle einbringen können. Wichtig sei zudem, genügend Raum für Spontaneität zu lassen. Nicht jede Stunde müsse durchgeplant sein, denn oft entstehen die schönsten Ferienmomente ganz ungeplant.
Neben dem Gemeinschaftserlebnis spricht auch der finanzielle Aspekt für den Trend. Da sich die Kosten für Unterkunft und Boot auf mehrere Personen verteilen, können Friendcations deutlich günstiger ausfallen als klassische Hotelaufenthalte. Gemeinsames Kochen an Bord spart zusätzlich Geld und macht die Reise gleichzeitig persönlicher. Kein Wunder also, dass Ferien mit Freunden für viele zur schönsten Form des Reisens geworden sind.