Der Sommer 2026 in der Schweiz ist kaum an Vielfalt und Atmosphäre zu übertreffen: Kunst, Musik und internationale Sporthighlights machen 2026 zu einer Saison voller Erlebnisse.

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In der Schweiz wurde 2025 laut dem Bundesamt für Statistik 43,9 Millionen Mal übernachtet, 2,6 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. Die Städte legten zu, die Berge verloren leicht an inländischen Gästen. Für 2026 rechnet Schweiz Tourismus mit einer Stagnation. Ziemlich unspektakulär. Und trotzdem wird der nächste Sommer wohl spektakulärer und erlebnisreicher als je zuvor: 21 Hotelgärten verwandeln sich in Freiluftgalerien, Montreux feiert das 60. Jazz Festival, in Locarno spielen Jamiroquai und Duran Duran auf der Piazza Grande und die Fussball-WM lockt Schweizer Fans nach Nordamerika. Leichte und fliessende Schnitte bestimmen die Saison und elegante Leinenanzüge für Herren passen genauso gut zu einem Glas auf einem Rooftop, wie Midi-Kleider in Pastelltönen zu einer Vernissage im Grünen. Also langweilig wird der Sommer ganz bestimmt nicht.

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Wenn Hotelgärten zu Galerien werden

Ab April verwandeln sich 21 Parkanlagen von Schweizer Hotels in ein einmaliges Freiluft-Installationsprojekt. Unter dem Titel «Art Garten Hotels» zeigen 30 Künstlerinnen und Künstler über 100 Freiluft-Skulpturen und Installationen, alle einzeln kreiert und kuratiert für den jeweiligen Standort. Die Zusammenarbeit mit der Stiftung Schweizerische Triennale für Skulptur holt Kunst-Expertise von der Bad Ragartz, Europas grösster Freiluft-Skulpturenausstellung, die 2024 erneut hunderttausende Menschen ins Sarganserland gelockt hat.

Ob historischer Schlosspark, Alpenrose-Garten oder modernes Gartenhotel: Durch die platzierten Werke erzählt jede Hotelanlage ihre eigene Geschichte. Das offizielle Key Visual kommt von der ZHdK-Studentin Alessia Belluscio und stammt von ihrer Arbeit Dispersal I, die sich in einem Wettbewerb durchsetzte. Hinter der Initiative steht der Verein Garten Hotels Schweiz, aktiv seit 2016 und getragen von der Stammgast GmbH in Baden. Die Ausstellung ist kostenlos und dauert bis November.


Bild: Grand Hotel Quellenhof Spa & Suites

 

Montreux feiert 60, Locarno hält dagegen

Vom 3.-18. Juli feiert das Montreux Jazz Festival seine 60. Ausgabe. Nach zwei Jahren auf der provisorischen Bühne am See kehrt das Publikum vollständig auf das 2012 renovierte Kongresszentrum zurück, inklusive dem legendären Auditorium Stravinski und dem Montreux Jazz Lab. RAYE eröffnet am 3. Juli mit Gästeeinladung, danach folgen Sting, John Legend, Nick Cave & The Bad Seeds, Deep Purple, Zara Larsson und Tyla. 22 Nationen sind im Programm, über die Hälfte der rund 40 Acts kommen diesen Sommer exklusiv in die Schweiz.

Nur wenige Tage später übernimmt Locarno. Das Moon & Stars besetzt die Piazza Grande vom 9. bis 19. Juli mit Duran Duran, Jamiroquai, OneRepublic und Rita Ora. Die Food+Music Street erstreckt sich von der Piazza bis zum Lago Maggiore, mit täglichen Gratiskonzerten auf der Piazza Piccola und über 30 Food Trucks. Zwischen Montreux und Locarno liegen gut zwei Stunden Fahrt. Der Treno Gottardo verbindet die beiden Festivalorte bequem ab Zürich, Kombi-Pakete gibt es ab CHF 149.–.

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WM-Fans zwischen Toronto und Philadelphia

Die FIFA Fussball-WM 2026 wird die grösste aller Zeiten. 48 Teams, 104 Spiele, 16 Stadien in drei Ländern. Die Schweiz trifft in Gruppe B auf Gastgeber Kanada, Katar und Bosnien-Herzegowina. Für Tickets gingen über 500 Millionen Anfragen bei der FIFA ein, die günstigste Kategorie für Fans der Teilnehmerländer startet bei 60 US-Dollar.

Philadelphia ragt als Austragungsort heraus. Die Stadt feiert gleichzeitig den 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten und richtet sechs WM-Partien aus, darunter ein Viertelfinal am 4. Juli, dem amerikanischen Nationalfeiertag. Für VIP-Pakete mit Butler-Service, Champagner und Meet & Greets sorgt On Location als offizieller Hospitality-Partner der FIFA. Die Preise bewegen sich im vierstelligen Bereich pro Spiel. Günstig ist das Erlebnis also nicht, aber die Verschmelzung von Sportspektakel und historischem Jubiläum dürfte es so kein zweites Mal geben.

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Aperol mit Aussicht über den Dächern

Nicht jedes Sommer-Highlight verlangt eine Flugreise. Allein in Zürich hat sich die Rooftop-Szene in den letzten Jahren spürbar verdichtet. Das «The Nest» auf dem 600 Jahre alten Hotel Storchen bietet 170 Quadratmeter Terrasse mit Blick aufs Grossmünster und die Limmat. La Muña im La Réserve Eden au Lac serviert Ceviche mit Panorama über den Zürichsee. Die Clouds Bar im 35. Stock am Maagplatz bleibt die höchste Dachterrasse der Stadt.

Ausserhalb von Zürich lohnt der Aufstieg ebenfalls. In Luzern lockt das Penthouse im Hotel Astoria mit 360-Grad-Blick über Altstadt und Alpen. In Basel serviert das Deck 57 im Rheinhafen Empanadas zum Sonnenuntergang. Und für 2026 ist ein Rooftop Day in gleich sechs Schweizer Städten angekündigt, bei dem auch private Dachterrassen öffentlich zugänglich gemacht werden sollen.


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Der richtige Look für jeden Sommeranlass

Die Menswear-Trends Frühjahr/Sommer 2026 setzen auf weiche Silhouetten und Materialien, die atmen. Liquid Tailoring nennen es die Laufstege von Mailand bis Paris: locker fallende Blazer, weite Hosen aus leichten Stoffen, erdige Töne und Leinen-Layerings, wie sie etwa Ziggy Chen und Giorgio Armani für die aktuelle Saison gezeigt haben. Sand, Salbei, warmes Beige funktionieren vom Kunstgarten bis zur Rooftop-Bar.


Bild: Instagram @selected

Für Frauen bleiben Midi-Kleider in Pastelltönen und Leinen-Blazer die vielseitigsten Begleiter. Die internationale Farbpalette reicht von Capri Blue über Mint bis zu warmem Siena, wobei kräftige Farben diesmal bewusst als Einzelstück eingesetzt werden, nicht als Gesamtlook. Ein gut gewähltes Outfit schafft es, bei einem Jazzkonzert am Genfersee ebenso zu funktionieren wie beim späten Drink über den Dächern von Luzern.

Ob der Sommer mit einer Skulptur im Hotelgarten beginnt, bei Deep Purple in Montreux seinen Höhepunkt findet oder auf einer Basler Dachterrasse ausklingt: 2026 bietet so viele Facetten, dass die eigentliche Herausforderung wohl darin besteht, sich zu entscheiden.

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