Die coolsten Roadtrips der Welt

Ideen für die nächsten Ferien gesucht? Wir präsentieren dir hier die schönsten Roadtrips abseits unseres Kontinentes und grosser Touristenströme. Lass dich von unseren Vorschlägen inspirieren und gib dich bei der Wahl deiner Lieblings-Traumroute dem grenzenlosen Fernweh hin. Viel Spass!
Great Ocean Road, Australien

Der wahrscheinlich schönste Küsten-Road-Trip Australiens startet im Süden des fünften Kontinents im Staat Victoria, unweit der Stadt Melbourne. Ausgangspunkt ist die kleine Küstenstadt Torquay. Von da geht’s 244 km der Küste entlang an menschenleeren Sandstränden, Leuchttürmen, tropischem Regenwald und kleineren, historischen Dörfchen vorbei bis nach Warnambool. Du wirst auf deinem Trip garantiert Kängurus, Pinguinen, Walen und Koalas begegnen. Der absolute Höhepunkt des Trips sind die weltberühmten 12 Apostel. Die eindrücklichen Natur-Steinformationen ragen bis zu 65 Meter aus dem Meer heraus.

Dauer: Machbar in einem Tag, aber am besten 3 bis 5 Tage einplanen.

Die Highlights: Torquay (Surfer-Hauptstadt Australiens), Lorne : Shelley Beach /Great Otway National Park, Kennett River (Koalas!), Shipwreck Coast, 12 Apostel, The London Bridge.

Bilder: Getty Images
Bild: Pinterest
Milford Road, Neuseeland

Unser nächster Roadtrip führt dich auf der Südinsel Neuseelands von Te Anau nach Milford Sound durch den Fiordland National Park, wo sich auch das UNESCO Weltkulturerbe Te Wahipounamu befindet. Du fährst in eine eindrückliche Märchenwelt von steilen Klippen, Seen, eisigen Wasserfällen, schneebedeckten Bergen, Fjords und dichtem Regenwald. Eine Kombination von Naturschauspielen, wie es sie kaum irgendwo gibt. Da die Naturvielfalt entlang der Reise unglaublich ist, empfiehlt es sich, für Foto- und Wander-Stopps viel Zeit einzuplanen.

Dauer: Von Te Anau bis nach Milford in einem Tag; alternativ ab Dunedin in 3 bis 5 Tagen.

Die Highlights: Eglinton Valley, Mirror Lakes, Avenue of the Disappearing Mountain, Lake Gunn, Homer Tunnel, The Chasm Waterfall, Kea Bergpapageien.

Bild: milford-sound.co.nz
Icefield’s Parkway, Kanada

Auch bekannt unter dem Namen Highway 93, erstreckt sich der Icefield Parkway über zwei Nationalparks vom kanadischen Jasper via Lake Louise bis nach Banff in der Provinz Alberta im Westen Kanadas. Auf der Reise durch die Nationalparke wirst du einer beeindruckenden Bergwelt mit kleinen glasklaren Bergseen und Wasserfällen begegnen. Mit etwas Glück und Geduld wird dir ein Bergschaf, ein Elch, ein Schwarzbär, oder gar ein Grizzlybär und ein Kojote über den Weg laufen.

Dauer: 233 km schaffst du in 3 Stunden, aber du solltest dir 2 bis 4 Tage Zeit nehmen.

Die Highlights: Jasper Skytram, Valley of the 5 Lakes, Athabasca Falls, Sunwapta Falls, Tangle Falls, Jasper Glacier Skywalk, Columbia Icefield, Wilcox Pass, Weeping Wall, Peyto Lake/Bow Summit.

 

Bild: rvagogo.blogspot.com
Cabot Trail, Kanada

Im Osten Kanadas in der Provinz Neuschottland führt der Cabot Trail um die Insel Cape Breton herum. Diese Traumroute ist einer der bekanntesten Roadtrips in Kanada und zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht nur unzählige Aussichtspunkte entlang der Reise gibt, sondern auch zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten und Wanderwege. Am besten machst du die Rundreise im Gegenuhrzeigersinn, da du dann immer auf der Küstenseite fährst und die beste Aussicht hast.

Dauer: 300 km schaffst du in 3 Stunden, aber du solltest dir einen ganzen Tag (oder mehr) reservieren.

Die Highlights: Margaree Harbour und Margaree , Chéticamp, Pleasant Bay (Walfische), Cape Breton Highlands National Park, Ingonish Beach, St. Ann's, Alexander Bell Museum in Baddeck.

Blue Ridge Mountains, USA

Die Route 66 ist der bekannteste Roadtrip Amerikas. Unser Geheimtipp sind jedoch die weniger bekannten Blue Ridge Mountains im Osten der USA, die sich von Virginia bis nach Tennessee erstrecken und die zwei Nationalparke Shenandoah und Great Smoky Mountains verbinden. Du startest die Reise in Lurya, Virginia, das gerade mal 120 km von der Hauptstadt Washington D.C. entfernt ist. Von da geht die Reise nach Süden via North Carolina bis nach Tennessee und zum Endpunkt Townsend. Mach die Reise im sogenannten „Indian Summer“ (September/Anfang Oktober) und du wirst begeistert sein von der herbstlichen Farbenpracht der Laubbäume entlang der Strecke. Die Blue Ridge Mountains bieten dir nicht nur eine einzigartige Landschaft, sondern auch ganz viele Sehenswürdigkeiten. Ein absolutes Muss ist ein Abstecher zum Biltmore Estate in Asheville, North Carolina, das schon für viele Hollywoodfilme als Kulisse diente (u.a. Richie Rich, Hannibal, The Swan).

Dauer: Für die 754 km solltest du 4 bis 7 Tage einplanen – Golfspieler können es auch noch gemächlicher angehen.

Die Highlights: Shenandoah Nationalpark, Luray Caverns, National Bridge Park, Asheville, Biltmore Estate, Inn on Biltmore Estate, Sliding Rock, Ole Smoky Moonshine Distillery, Great Smoky Mountains National Park.

Bild: Pinterest
The Road to Hana, Hawaii

Zwar ist dieser Roadtrip auf der hawaiianischen Insel Maui nur gerade 109 km lang, dafür hat er es in sich: 600 Kurven und 50 zum Teil einspurige Brücken machen die Reise auf diesem beinahe unberührten Teil der Insel zum unvergesslichen Abenteuer. Die spektakuläre Route beginnt im kleinen Dorf Paia und führt vorbei an pittoresken Stränden, tropischem Regenwald und unzähligen märchenhaften Aussichtspunkten nach Hana. Die Reise muss hier aber nicht unbedingt enden, denn im Nationalpark Haleakala lockt ein aktiver Vulkan zur Besichtigung.

Dauer: Ein Tagesausflug.

Die Highlights: Paia, Garden of Eden Botanical Garden and Arboretum (Meilenstein 10), Kaumahina State Wayside Park (Meilenstein 12) , Honomanu Bay (schwarzer Sand; Meilenstein 13), Waianapanapa State Wayside Park (Meilenstein 32), Hana, Haleakala National Park (15 km von Hana entfernt).

Bild: hawaii-guide.com
Die goldene Strasse nach Samarkand, Uzbekistan

Wer das Abenteuer liebt, der kommt bei diesem Roadtrip voll auf seine Kosten: Du startest deine Reise in Bukhara, dem antiken Dreh- und Angelpunkt für Handel zwischen Ost und West entlang der Seidenstrasse. Die fünftgrösste Stadt Uzbekistans wird aufgrund seines historischen Stadtzentrums zum Weltkulturerbe der UNESCO gezählt. Alleine in Bukhara solltest du ein paar Tage verbringen, um die über 140 architektonischen Monumente zu besichtigen. Weiter geht der Roadtrip entlang der sagenumworbenen Seidenstrasse nach Samarkand, der Stadt, die von Alexander dem Grossen mit seinen Truppen 329 v.Ch. eingenommen wurde. In Samarkand kannst du abseits von Touristenströmen einen einzigartigen «melting pot» verschiedenster Religionen und Einflüsse erkunden.

Dauer: 279 km, die in 1 bis 2 Tagen machbar sind. Plane jedoch je nochmals 2 bis 3 Tage für die Besichtigung von Bukhara und Samarkand. Beide Orte sind ab Tashkent per Auto oder Inlandflug erreichbar. Samarkand kann mit Direktflügen ab Istanbul angeflogen werden.

Die Highlights: In Bukhara: Kalon Minarett, Mir-i Arab Madrasah, Poi Kalyan Moshee; In Samarkand: Bibi Khanym Moshee, Siob Bazar, Registan Platz (Ulugh Beg, Tilya-Kori,  Sher-Dor), Shahi Zinda.

Paso Ticlio, Peru

Der Paso Ticlio, der auch Abra de Anticona genannt wird, ist ein Hochgebirgspass in den peruanischen Anden, der die Hauptstadt Perus (Lima) mit dem Osten des Landes verbindet und am höchsten Punkt 4’818 m.ü.M. erreicht.  Die Aussicht und die Landschaft dieses Hochgebirgs-Roadtrips sind schlicht spektakulär. Trotzdem ist diese als nicht ungefährlich geltende Passstrasse aber nur etwas für starke Nerven und höhenerprobte Roadtripper: die Strassen sind eng und das Klima ist übers ganze Jahr zeimlich kühl.

Dauer: Von Lima aus ist die Fahrt auf die Passhöhe ca. 4 Stunden (132 km).

Die Highlights: Lima, die Passhöhe, die höchste Eisenbahn der Welt (früher für den Abbau von Blei und Zink verwendet), Llamas.

Bild: Mapio.net
Bild: mapio.net
Bild: turismoi.pe
Ruta 40, Argentinien

Mit ca. 5’000 km führt dieser Roadtrip auf dem längsten Highway Argentiniens, der Ruta 40, durch Patagonien. Du durchfährst 20 Nationalparks, überquerst 18 Flüsse und 27 Berge bzw. Passstrassen. Willst du dir die Zeit für die gesamte Strecke nehmen, schlagen wir dir vor, dass du in Punta Loyola startest und bis La Quiaca fährst. Die Reise führt dich durch Rebberge, wunderschöne Berglandschaften, grüne Täler, Inka-Dörfer und verspricht dir Abenteuer pur. Willst du sehen, wie die richtigen Gauchos reiten? In der Ortschaft Bariloche trainieren die besten Reiter des Landes und du kannst gar einem Polospiel zuschauen.

Dauer: Mindestens 3 Wochen, besser 4 bis 6 Wochen, vorzugsweise im Dezember bis März.

Die Highlights: Moreno Glacier, Parque Nacional Los Alerces, Fitz Roy bei El Chaltén, Wale beobachten bei Reserva Faunistica Península Valdés, Cabo Virgines, Bariloche, La Payunia, Laguna del Diamante, Abra del Acay.

Draa Valley, Marokko

Der längste Fluss Marokkos, der Draa, ist ein historisches Wunder. Entlang seines Laufes finden sich im Tal antike Fossile, Versteinerungen, Festungen (Kasbahs) und Oasen. Das Tal des Draa Flusses ist ausserdem bekannt als Dattelwiege Marokkos. Landschaftlich ist dieser Roadtrip etwas ganz Spezielles und wird dich begeistern – du fühlst dich inmitten der Oasen und Festungen wie in Tausendundeiner Nacht.

Dauer: Tagesfahrt von Agdz nach Zagora (95 km) oder weiter bis Mhamid (200 km).

Die Highlights: Kasbahs (Festungen Tamnougalt und Oulad Atman).

Bild: Pinterest