Mit der Harley nach Island

Stilpalast präsentiert in Kooperation mit dem Reise-Portal Mahangu.com in regelmässigen Abständen aussergewöhnliche Trips, interessante Infos und Fotos von Abenteurern, deren Leidenschaft das Reisen ist. In dieser Folge zeigen wir einen ungewöhnlichen Motorrad-Trip nach Island. Frohes Fernweh! 
Bild: iStockphoto

Norden statt Süden

Seit über drei Jahrzehnten geht der Motorrad-Fan nun schon mit dem Feuerstuhl auf Reisen, davon stattliche 22 Jahre mit seiner geliebten Harley. Nachdem unzählige Länder in südlichen Gefilden bereist wurden, entschloss sich der Biker, sich auf zwei Rädern und mit dem Zelt im Gepäck auch mal den Norden genauer anzuschauen. Eine Reise ans Nordkap inspirierte ihn und seine Begleitung dann auch zu einem rund dreiwöchigen Sommer-Trip nach Island.


Angekommen auf Island


Ohne Eis kein Island

Bei der Reisevorbereitung wurde schnell klar, dass die grösste Vulkaninsel der Erde eher selten mit dem Motorrad erkundet wird. Doch genau dies war für die beiden Deutschen erst recht Ansporn und hinderte sie nicht im Geringsten daran, zuerst von ihrer Heimat aus rund 1'000 km nach Dänemark zu fahren (mit ein paar Zwischenstopps an der jütländischen Nordseeküste), um von dort mit der Fähre innerhalb von zwei Tagen nach Sejdisfjördur im Osten Islands zu gelangen.


Isländischer Gummibärchen-Ersatz


Majestätische Gletscher


Ungewöhnliche Bademöglichkeiten

 

Natur pur

Überwältigt von den unberührten Landschaften Islands und bei strahlendem Sonnenschein ging die Fahrt auf Ringstrasse Nr. 1 los in Richtung Reykjahliö. Dabei zeigte sich schon während eines Abstechers zum Dettifoss Wasserfall ganz eindeutig, dass die berüchtigten Wellblechpisten Islands besser mit schnellerer Geschwindigkeit befahren werden, da es Mensch und Maschine sonst einfach zu stark durchrüttelt. Ergriffen von der Stille und den fantastischen Naturschauspielen, wie z.B. den Dampfsäulen und den blubbernden Schlammtöpfen, ging der Tag geruhsam unter der im Sommer nie sinkenden Sonne zu Ende.


Dettifoss Wasserfall


Heisser Boden...


...und heisse Quellen

Auf dem weiteren Weg nach Reykjavik war Action angesagt: In Husavik nahmen die beiden Naturliebhaber an einer halbtägigen Whale-Watching-Tour auf einem Zweimaster teil. Sowohl die Wale als auch die Delfine zeigten sich dabei von ihrer besten Seite und bescherten ihnen unvergessliche Erlebnisse. Nicht minder beeindruckend, aber dafür auch etwas gefährlich waren auf der weiteren Route die extrem windigen Fahrten über die Pässe. Heisse Quellen und ein unglaublicher Ausblick von einem Vulkankrater entschädigten die Biker aber von den Strapazen.


Auf Wal- und Delfin-Beobachtungstour


Besteigung eines Vulkankegels


Spaziergang hinter den Seljalandsfoss-Wasserfall

 

Harley als Völkerverständigung

Nach ausgiebigem Sightseeing in Reykjavik, der nördlichsten Hauptstadt der Welt, und einem Abstecher zu den vor der Südküste liegenden Westmännerinseln mit spontanem Treffen eines Harley-Clubs – notabene in einem Vulkankrater – erreichten die leidenschaftlichen Biker wieder das eigentliche Island. Dass sich das Klima auf dem Eiland in Sekundenschnelle ändern kann, mussten die beiden Reisenden dann leider erneut auf der Weiterfahrt Richtung Osten erfahren. Trotz des stürmischen Wetters wurden aber fleissig landschaftliche Highlights besucht. Nach dem Sammeln letzter Eindrücke ging es am 18. Reisetag zurück auf die Fähre. Ein letzter Zwischenhalt auf den Färöer Inseln liess das Biker-Herz dann nochmals höher schlagen. Und dies nicht nur wegen der zauberhaften, ja fast schon magischen Landschaft, sondern nicht zuletzt auch wegen eines zufälligen Treffens, einer Ausfahrt und feuchtfröhlichen Stunden mit dem dort hiesigen Harley-Club.


Reykjavik aus der Vogelperspektive


Biker-Treff im Vulkankrater


Schwarze Strände auf den Westmännerinseln


Zauberhafte Färöer Inseln

Auf dem dänischen Festland angekommen, gab es zum Ferienabschluss dann doch noch einen kleinen Zwischenfall. Nachdem die Biker eine stehende Auto-Kolonne überholten und dabei einem energisch hupenden Verkehrsteilnehmer dezent den Mittelfinger zeigten, entpuppte sich dieser leider als Zivilpolizist. Eine Entschuldigung und mehrfache Reuebekenntnisse später kamen sie glücklicherweise ohne Strafe, aber dafür mit unvergesslichen Eindrücken im Gepäck davon.

Detaillierte Wegpunkte und weitere Fotos zu diesem traumhaften Natur-Trip findest du auf Mahangu.com

(Fotos/Infos: Mahangu.com)