Der perfekte Lidstrich

Nicht jeder Lidstrich passt auch automatisch zu jeder Augenform. Make-up-Artist Sabine Tomasello-Salchinger erklärt, welche Art von Lidstrich den Blick intensiviert und die Augen ideal zur Geltung bringt.

Bilder: iStockphoto / Stilpalast

Kleine Augen

Ein Trick, um kleine Augen grösser wirken zu lassen, ist nebst dem korrekt gesetzten Lidstrich die richtige Kombination mit einem Lidschatten. Benutze dazu die Farbe Taupe und trage diese auf das gesamte bewegliche Augenlid auf. Entlang des Wimpernkranzes benutzt du nun einen Kajalstift (Achtung, immer gut spitzen!). Achte darauf, den Kajalstift dünn aufzutragen und gegen aussen einen Flügel zu machen. Beginne hierzu in der Augenmitte.

Greife nun zu einem braunen Lidschatten und verwische die Linie leicht mit den Fingerspitzen. Beachte, dass du den Lidschatten gegen innen leichter und gegen aussen kräftiger aufträgst. Wiederhole diese Kombination mit schwarzem Liner und braunem Lidschatten auch entlang des unteren Wimpernkranzes. Ziehe den Kajal auch hier nur bis zur Augenmitte und trage dabei den Lidstrich aussen wieder kräftiger auf (gegen die Mitte hin leichter werden).

Extra-Tipp: Benutze für den Augeninnenwinkel einen hellen Rosaton, um das Auge optisch zu vergrössern. Diesen Effekt kannst du noch verstärken, indem du weissen Kajal direkt auf der Wasserlinie aufträgst.

 

Grosse Augen

Bist du von der Natur bereits mit grossen Augen gesegnet worden, brauchst du sie optisch nicht noch mehr zu vergrössern. Im Fokus steht das Betonen und Akzentuieren deiner Augen. Besonders schön wirkt es, wenn du den oberen Lidstrich innen schmal und gegen aussen hin breiter werden lässt. Du kannst den schwarzen Kajal auch direkt auf der Wasserlinie verwenden, dies macht das Auge optisch etwas kleiner.

Extra-Tipp: Verführerisch und sexy sieht bei grossen Augen der Cat-Eye-Look aus. Hierfür einen Lidstrich von innen nach aussen ziehen und dabei gegen aussen hin etwas dicker werden. Benutze anschliessend einen wasserfesten Konturenstift und trage im inneren Augenwinkel ein „V“ auf. Fertig sind die Katzenaugen.

 

Schlupflider

Bei Schlupflidern ist es besonders wichtig, den Eyeliner zu ziehen, wenn das Auge offen ist. Beginne im inneren Augenwinkel und ziehe ganz nah am Wimpernkranz gegen aussen hin eine dünne Linie. Ist dies vollbracht, kommt der schwierigste Part: Der Eyeliner-Flügel. Achte darauf, den Flügel so weit aussen wie nur möglich zu ziehen. Sobald der Flügel richtig platziert ist, malst du ihn ein wenig dicker nach und verbindest ihn mit dem dünnen Lidstrich.

Extra-Tipp: Das A und O bei Schlupflidern sind gleichmässige und schön gezupfte Augenbrauen. Sie öffnen das Auge optisch und sorgen für einen wacheren und frischeren Blick.

 

Weit auseinanderstehende Augen

Das Ziel bei weit auseinanderstehenden Augen ist es, sie optisch etwas näher zusammenzubringen. Dazu beginnst du mit dem Lidstrich weit im inneren Augenwinkel. Der Lidstrich sollte gleichmässig, eher etwas breiter sein und gegen aussen hin keinen Flügel haben. Zu empfehlen ist dazu die Benutzung eines flüssigen Eyeliners.

Extra-Tipp: Auch hier spielen die Augenbrauen eine wichtige Rolle. Liegen sie näher beieinander, gleicht sich das Verhältnis aus und das Gesicht wirkt stimmiger. Zupfe deshalb nicht zu viel weg. Die Brauen dürfen innen ruhig auch vor dem Augenwinkel beginnen.

 

Engstehende Augen

Das Schöne an Make-up ist, dass sich damit toll tricksen lässt und kleine Makel plötzlich unsichtbar werden. Das Schaffen einer Illusion ist auch bei engstehenden Augen gefragt. Beginne mit dem oberen Lidstrich erst in der Augenmitte und ziehe ihn gegen aussen hin dicker. Verbinde nun den oberen Lidstrich mit dem unteren. Ziehe auch diesen ebenfalls nur bis zur Augenmitte hin. Damit bewirkst du eine kleine optische Täuschung und die Augen wirken so deutlich weiter voneinander entfernt.

Extra-Tipp: Den Effekt kannst du mit einem dicken, langen Flügel noch verstärken. Gut geeignet sind dafür flüssige Eyeliner in Stift-Form.