Der Bauch rumort und schmerzt, die Hose zwickt und das enge Kleid sieht plötzlich aus wie Umstandsmode: Ein Blähbauch wirkt nicht nur sehr unvorteilhaft, sondern ist auch äusserst unangenehm. Wir zeigen dir, wie du einer aufgedunsenen Körpermitte vorbeugen kannst und welche Hausmittel Linderung schaffen.

Getränkewahl

Das A und O für einen flachen Bauch ist die richtige Getränkewahl. Damit die Verdauung auf Hochtouren kommt, gilt es, täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch aufgepasst: Es gibt viele Getränke, die die Entstehung eines Blähbauches begünstigen. Zu ihnen zählen alle kohlesäurehaltigen Getränke (insbesondere Cola), Weizenbier und Kaffee. Sie stressen allesamt ungemein den Magen. Trinke besser viel Wasser und Tee. Sorten mit Pfefferminze, Kümmel oder Fenchel beugen Blähungen vor und lindern diese auch wirksam.

Bilder: iStockphoto

Früchte

Früchte sind definitiv gesund und sollten jeden Tag auf dem Speiseplan stehen. Leider lösen viele Sorten Blähungen aus. Der Grund liegt im hohen Fruchtzuckergehalt, der vom Körper nicht richtig abgebaut werden kann, und an den schwer verdaulichen Fruchtschalen. Beides sorgt für einen Blähbauch. Das hilft: Esse nur vollreifes Obst, da dieses viel leichter verdaut werden kann. Nimm jeweils nur kleine Portionen zu dir und kaue diese sehr gut. So wird das Ganze leichter verdaulich. Kirschen sollten übrigens nie zusammen mit Wasser dem Bauch zugeführt werden. Schmerzen sind bei dieser Kombination vorprogrammiert.

Trockenfrüchte

Was bei den Kirschen tabu ist, sollte beim Genuss von Trockenobst Pflicht sein. Trinke dazu viel Wasser, denn das regt die Verdauung an und hemmt gleichzeitig die Gasbildung.

Gemüse

Rohes Gemüse liefert zwar viele wertvolle Mineralstoffe und Vitamine, löst aber leider auch sehr oft heftige Blähungen aus. Das grösste Gefahrenpotential bergen alle Hülsenfrüchte, Kohlsorten, Lauchgewächse, Zwiebeln, Knoblauch, Gurke, Paprika und Champignons. Blähungen kann vorgebeugt werden, indem das Gemüse blanchiert oder vitaminschonend gedünstet wird. Es wird dadurch leicht verdaulich. Die Gurke solltest du mit der Schale verspeisen (Bio-Produkt verwenden und gut waschen). Wie beim Obst beugt auch beim Gemüse gutes Kauen Blähungen vor. Kartoffeln sind übrigens sehr magenfreundlich.

Scharfes & Fettiges

Fettiges und scharfes Essen reizt den Magen und erschwert die Verdauung. Die Folge ist ein Blähbauch. Versuche deshalb, den Konsum von Fast Food, fettigem Fleisch, Wurstwaren und fettige Eierspeisen einzuschränken. Die Figur und Gesundheit wird es dir ebenfalls danken. Geniesse bevorzugt leicht verdaulichen Fisch, Reis und fettarme Speisen.

Vollkornprodukte

Die Ballaststoffe im Vollkornbrot bzw. Müesli sind zwar gesund, doch nicht jeder verträgt grobes Korn, da es schwer verdaulich ist und kräftig blähen kann. Wichtig ist, dass du immer viel dazu trinkst und/oder leichtverdauliches Korn, wie z.B. Dinkel bevorzugst.

Käse

Die Verdauung von Käse wird erst im Dickdarm abgeschlossen. Dabei bilden die Darmbakterien vermehrt Gase. Esse deshalb besser jeweils nur kleine Portionen Käse, diese dafür öfters. Falls du regelmässig nach dem Genuss von Milchprodukten unter Blähungen leidest, solltest du beim Arzt abklären lassen, ob bei dir möglicherweise eine Laktoseintoleranz vorliegt.

Eis, Hefegebäck & Co.

Die Kombination von Milch, Zucker und Fett, wie sie bei Eis, Kuchen und Schokolade vorkommt, kann zu Blähungen führen. Die Gefahr von Darmwinden besteht auch beim Genuss von Hefegebäck und frischen Brötchen bzw. Croissants.

Zuckeraustauschstoffe

Auf Verpackungen von Lebensmitteln mit künstlichem Süssstoff steht jeweils vermerkt, dass der übermässige Verzehr abführend wirken kann. Diese Warnung bezieht sich auch auf Blähungen.

Schnelles Essen

Wer zu schnell isst, riskiert einen Blähbauch, denn bei der hastigen Nahrungsaufnahme wird mehr Luft geschluckt und weniger gut gekaut. Beides hat ein Aufblähen des Magens zur Folge.

Kaugummis

Beim Kauen von Kaugummis wird ebenfalls vermehrt Luft geschluckt, sodass auch hier die Gefahr eines Gasbauches besteht.

Bewegungsmangel

Schlecht für die Verdauung bzw. förderlich für einen Blähbauch ist eine mangelnde Bewegung. Schon ein zehnminütiger Spaziergang an der frischen Luft entspannt deinen Bauch. Zudem kannst du hier auch in einem ungestörten Moment allfällige Winde frei lassen, ohne dass andere gleich die Nase rümpfen. Das wirkt enorm entspannend für den Magen-Darm-Bereich und lindert das Blähgefühl.

Andere Ursachen

Blähungen entstehen bei Frauen oft auch von Hormonschwankungen während der Periode oder in den Wechseljahren. Denn in dieser Zeit ist die körpereigene Progesteron-Produktion erhöht. Da dieses Hormon die Darmmuskulatur verstärkt entspannt, bläht sich der Bauch schneller auf. In diesen Fällen können Wärmeflaschen, die du dir zu Hause auf den Bauch legst, und viel Bewegung Linderung verschaffen.

Anhaltende Spannungsgefühle im Magen-Darm-Bereich und Blähungen können durch Krankheiten oder Lebensmittelunverträglichkeiten wie Laktose-, Histamin- und Glutenunverträglichkeit ausgelöst werden. In diesem Fall solltest du einen Arzt für genauere Abklärungen aufsuchen.

Weitere Tipps für einen flachen Bauch

Dein Bauch wölbt sich nicht aufgrund von Blähungen, sondern wegen Fettpölsterchen frech nach vorne? Dann hilft dir das kurze Bauch-Workout (für Damen und Herren) unserer Fitness-Expertin Sonja Fierz weiter. Dieses geht dem Bauchspeck effektiv an den Kragen. Das Gute daran: Du kannst es ohne grossen Aufwand überall absolvieren.

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