Jetzt haben sie wieder Hochsaison: Dörrfrüchte in allen Geschmacksvariationen. Die süsse Versuchung gilt bei Ernährungsexperten als äusserst gesunder Snack und perfektes Powerpaket für Sporttreibende. Wir zeigen dir, warum du öfters zu Trockenobst greifen solltest.

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Die naturbelassenen Energiepakete ohne teure synthetische Zusatzmineralien verfügen über zahlreiche Vorteile. Kein Wunder, empfehlen Ernährungswissenschaftler Trockenobst als ultimativen Pausensnack und Powernahrung für Sporttreibende.

  • Die getrockneten Früchte schmecken sehr süss, haben aber nur etwa halb so viele Kalorien wie Schokolade.
  • Sie enthalten eine ideale Verbindung von Ballaststoffen und Monosacchariden (Einfachzucker). Letztere gelangen langsam und kontinuierlich ins Blut und verhindern damit den schnellen Anstieg bzw. Abfall des Zuckerhaushaltes.
  • Die vielen Ballaststoffe sättigen lange, ohne den Verdauungstrakt unnötig zu belasten. Letzteres ist insbesondere auch beim Sport wichtig.
  • Forscher der kalifornischen Universität Davis haben kürzlich in einer Untersuchung herausgefunden, dass eine Handvoll Rosinen bei Sporttreibenden ebenso wirkungsvoll für einen Energieschub sorgt, wie die teuren Sport-Nahrungssnacks. Die preiswerten Trockenfrüchte würden den Zuckerspiegel im Blut genauso effektiv oben halten wie die teuren verarbeiteten Glukoseprodukte, heisst es in der Studie. Die von den Wissenschaftlern anfänglich befürchtete Belastung des Darmtrakts durch den Verzehr der ballaststoffreichen Rosinen war gemäss den Forschern unbegründet.
  • Viele Allergiker vertragen oft keine frischen Früchte, bei Trockenobst können sie aber beherzt zugreifen, ohne dass Symptome auftreten. Achte jedoch darauf, dass getrocknete Früchte ungeschwefelt sind. Reagierst du nämlich empfindlich, kann es sein, dass geschwefeltes Obst bei dir unangenehmen Juckreiz auslöst.
  • Eine Portion Obst mit beispielsweise 5 Aprikosen, 5 Pflaumen und 2 Datteln lässt sich mit nur 25 g Trockenfrüchten perfekt ersetzen. Die geballte Power kann damit problemlos auch in einer Sporttasche oder im Aktenkoffer unbeschadet mitgeführt werden.
  • Lange standen die süssen Früchte im Verruf, nicht so gesund zu sein wie frisches Obst. Doch diverse wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass dem nicht so ist und Trockenobst die gleiche Vitamin- und Mineralstoffzusammensetzung wie frische Früchte hat. Zusätzlich enthält es eine Reihe zahlreicher bioaktiver Phenole, die vor Herzkrankheiten schützen können.
  • Ein weiterer Vorteil zur frischen Variante ist der geringe Wasseranteil. Schimmel und Bakterien haben dadurch kaum eine Chance.
     

Fast alle Obstarten können getrocknet bzw. gedörrt werden. Nachfolgend die gängigsten Trockenfrüchte und ihre besonders hilfreichen Nährstoffe:

Aprikosen

Diese leckeren gelben Früchte enthalten sehr viel Betacarotin und Vitamin A. Für diese zellschützenden Substanzen sind sie eine der besten Quellen überhaupt. Ebenso enthalten sind viel Kalzium und Ballaststoffe.

Äpfel

Die Powerfrucht enthält in getrocknetem Zustand ganz besonders viel Kalium. Der Stoff ist notwendig für Muskeln und Nerven, für einen gesunden Wasserhaushalt im Körper und einen aktiven Zellstoffwechsel. Wie bei frischen Äpfeln enthält auch die Dörrvariante über 300 Biostoffe, insbesondere auch Zink, viel Vitamin C und Eisen.

Datteln

Bei den Nomaden gelten Datteln („Brot der Wüste“) als wertvoller Nährwertlieferant mit viel Eisen, Vitamin A, D und B12 sowie Kalzium, Kalium, Phosphor, Fluor und Selen. Wüstenvölker bezeichnen die Datteln auch als gute Einschlafhilfe. Tatsächlich wirkt die Aminosäure Tryptophan beruhigend. Im menschlichen Körper wird sie in Serotonin umgewandelt, das bekanntlich die Stimmung hebt. Gerade in der dunklen Winterzeit ist dies eine besonders geschätzte Eigenschaft.

Weinbeeren

Die kleinen Früchtchen sind nicht nur vitamin- und mineralstoffreich, sondern trotz ihrer Süsse auch gut für die Zähne: Sie enthalten Substanzen, die das Wachstum einiger Mundbakterien vermindern. Gemäss wissenschaftlichen Untersuchungen wirken sie sowohl gegen Karies- als auch gegen Parodontose-Erreger.

Feigen

Neben vielen B-Vitaminen (wichtig für das Nervensystem) enthalten sie viel Zink, Kalium und Kalzium. Wenn du fünf Feigen isst, hast du genauso viel für deine Knochen getan, wie mit dem Genuss eines Glases Milch.

Pflaumen

Sie haben einen besonders hohen Gehalt an Antioxidantien und Kalium. Zudem wirken sie wie Datteln perfekt gegen Verstopfung.

Bananen

Die gelbe Frucht hat auch im getrockneten Zustand einen hohen Anteil an Vitaminen der B-Gruppe und Kalium, das harntreibend wirkt.

Ananas

Die Südfrucht ist eine Vitaminbombe (A, B1, B2 und C) sowie sehr enzymreich und damit verdauungsfördernd.

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