Verstehe uns nicht falsch: Wir lieben den leuchtend orangefarbenen Klassiker. Doch nach jahrelanger treuer Gefolgschaft ist es diesen Sommer Zeit für frischen Wind im Glas. Die Bar- und Genussszene hat sich neu erfunden und setzt auf Eleganz, Leichtigkeit und das Trendphänomen «Mindful Drinking». Ob alkoholfrei, mit edlen Botanicals oder einem prickelnden Schweizer Touch: Das sind die aufregendsten Aperitif-Trends, die unseren Sommerabenden jetzt ein geschmackvolles Upgrade verpassen.
Der perfekte Sommer-Apéro soll erfrischen, den Gaumen kitzeln und Urlaubsgefühle wecken – aber er muss uns nicht mehr den Kopf verdrehen. Immer mehr Geniesserinnen und Geniesser setzen auf Drinks mit weniger Alkohol (Low-ABV) oder verzichten gleich ganz darauf, ohne dabei Kompromisse beim Geschmack einzugehen. Aufdringliche, klebrige Süsse weicht herben, botanischen und weinbasierten Kreationen.
Hier sind die vier Trend-Drinks, mit denen wir dieses Jahr am liebsten anstossen:
Der Alpin-Chic: Swiss White Port & Tonic
Portwein geniesst man nur im Winter vor dem Kamin? Von wegen! Weisser Portwein ist die Entdeckung für laue Sommerabende. In der Schweiz feiert er gerade ein riesiges Comeback – vor allem, weil innovative heimische Winzer das Thema neu interpretieren und erstklassige weisse Schweizer Portweine (oft als «Liqueur Wine» deklariert) kreieren.
- Das Geschmacksprofil: Eine wunderbare Balance aus dezenter Fruchtsüsse, feiner Holznote und einer herben Frische.
- So mixen wir ihn: 5 cl weissen Schweizer Portwein in ein grosses Weinglas mit viel Eis geben, mit einem hochwertigen, eher trockenen Tonic Water (z. B. Dry Tonic) auffüllen und mit einem Zweig frischem Rosmarin und einer Zitronenscheibe garnieren.

Das Wellness-Wunder: Botanical Infused Spritz
Kräuter, Blüten und Wurzeln erobern die Gläser. Statt künstlicher Farbstoffe setzen wir diesen Sommer auf die Kraft von feinen Pflanzenextrakten. Die Basis bilden sogenannte «Botanical Spirits» – oft alkoholfreie oder alkoholreduzierte Destillate, die mit Lavendel, Rosmarin, Thymian oder Zitronengras aromatisiert sind.
- Das Geschmacksprofil: Extrem erfrischend, kräuterig-herb, minimal erdig und überhaupt nicht süss. Der perfekte Gaumenöffner vor dem Abendessen.
- So mixen wir ihn: 5 cl eines botanischen Destillats auffüllen. Als Deko dient eine Gurkenscheibe und ein paar frisch gezupfte Minzblätter.

Der «Mindful Drinking»-König: Der alkoholfreie «Amaro Spritz»
Wer den bitteren Geschmack von Aperol oder Campari liebt, aber auf den Alkohol verzichten möchte, findet heute fantastische Alternativen. Alkoholfreie Bitter-Aperitifs (oft auf Basis von Wermutkraut, Rhabarber und Bitterorange) stehen den Originalen in nichts nach – ausser im Promillegehalt.
- Das Geschmacksprofil: Intensiv fruchtig-bitter, komplex und wunderbar erwachsen im Geschmack.
- So mixen wir ihn: 6 cl eines alkoholfreien Aperitif-Bitters (wie Rebels 0.0% Dolce Aperitivo aus Zürich oder Ginuine Zero) auf viel Eis mit 6 cl alkoholfreiem Schaumwein und einem Spritzer prickelndem Mineralwasser aufgiessen. Eine halbe Orangenscheibe dazu – und niemand wird den Unterschied merken.

Die elegante Alternative: Chandon Garden Spritz
Für alle, die keine Lust auf aufwendiges Mixen haben, aber trotzdem maximalen Stil im Glas wollen. Dieser trinkfertige Premium-Aperitif kombiniert erstklassigen Schaumwein mit einem hausgemachten Likör aus lokalen argentinischen Valencia-Orangen, die mit Kräutern und Gewürzen mazeriert wurden.
- Das Geschmacksprofil: Prickelnd, spritzig, mit einer perfekt ausbalancierten Bitternote und wunderbaren Zitrusaromen. Ohne künstliche Aromen und mit deutlich weniger Zucker als ein klassischer Spritz.
- So mixen wir ihn: Das ist das Beste: Einfach eine Handvoll Eiswürfel in ein grosses Glas geben, den Chandon Garden Spritz einschenken, eine getrocknete Orangenscheibe und einen Zweig Rosmarin dazugeben – fertig ist der perfekte Luxus-Apéro.

Stilpalast-Tipp für den perfekten Gastgeber-Moment
Vergiss die klassischen Eiswürfel, die den Drink nach fünf Minuten verwässern! Für den ultimativen Wow-Effekt beim Sommer-Apéro frieren wir vorab grosse Eisbälle oder -würfel ein, in die wir essbare Blüten (z. B. Stiefmütterchen), Himbeeren oder Granatapfelkerne miteinschliessen. Das sieht im Glas umwerfend edel aus und hält den Drink eiskalt, ohne ihn zu verwässern. Santè!