Gemüse clever verwerten

Von Gemüse kann oftmals viel mehr genutzt werden, als man denkt. Stilpalast klärt die grössten Gemüse-Irrtümer auf und zeigt, wie Reste von Brokkoli & Co. clever verwertet werden können.
Brokkoli
Gehörst du zu denjenigen, die vom Brokkoli nur die Röschen essen und den Rest in den Müll werfen? Dann solltest du unbedingt auch mal den Strunk und die Blätter probieren. Auch diese sind nämlich essbar und schmecken genauso gut. Den Strunk solltest du allerdings zuerst etwas schälen. Ob in Scheibchen geschnitten als Rohkost im Salat, gedämpft als Gemüsebeilage oder gekocht und gestampft zusammen mit Kartoffeln als Püree: Für die vermeintlichen Abfall-Produkte des gesunden Gemüses gibt es in der Küche zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten.
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Rote Beete
Rote Beete kennen die meisten in der gekochten Variante. Das gesunde Wintergemüse kann aber genauso gut roh gegessen werden (z.B. als Carpaccio). Und wer schon dabei ist, geniesst kurz gedünstet auch gleich noch die grünen Blätter, die nur so von Vitalstoffen strotzen.
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Fenchel
Auch vom Fenchel wird beim Rüsten oftmals viel zu viel weggeschnitten. Schade, denn z.B. der Strunk hat ein noch intensiveres Aroma. Auch auf das zarte Grün solltest du zukünftig nicht mehr verzichten, denn es eignet sich prima als Würze.
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Lauch
Viel Abfall entsteht fast immer auch bei der Zubereitung von Lauch. Wird der grüne Teil aber sorgfältig gereinigt, kann auch er verwertet werden. In feine Streifen geschnitten, ist er z.B. in einer Dip-Sauce (mit Quark oder Joghurt) auch roh ein Genuss.
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Radieschen
Keinesfalls in den Mülleimer sollten die Blätter von Radieschen. So wie die kleinen roten Knollen hat auch das gesunde Grün ein leicht pfeffriges Aroma und eignet sich damit ideal als Würze (z.B. für Suppen oder als Pesto). Dasselbe gilt übrigens für die Blätter von Kohlrabi und Rettich.
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Mangold
Beim Rüsten von Mangold werden die Stiele keilförmig aus den Blättern geschnitten. Dadurch entsteht leider relativ viel Abfall. Sind die Blätter noch knackig frisch, kannst du sie nach gründlichem Waschen in Streifen schneiden, kurz mitdünsten und ebenfalls geniessen.
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Blumenkohl
Damit sich die kleinen Blumenkohlröschen abtrennen lassen, muss normalerweise der Strunk entfernt werden. Werfe diesen aber nicht in den Müll, denn in Kombination mit Kartoffeln lässt sich daraus ein schmackhaftes Püree kochen. Garst du den Blumenkohl als Ganzes im Ofen, kannst du den Strunk sowieso gleich dranlassen (am besten vor dem Backen kreuzweise einschneiden).
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Karotten
Dass das satte Grün der Karotten (Blätter und Stängel) eine Delikatesse ist und wie Petersilie verarbeitet werden kann, wissen nur die wenigsten. Toll schmeckt es gemixt in einem Green Smoothie, in der Suppe, auf Pasta oder z.B. in einem Dip. Der Clou: Das gesunde Kraut enthält bedeutend mehr Kalzium als die Karotte selbst.
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Kartoffeln
Eine clevere Verwendungsmöglichkeit gibt es auch bei der Zubereitung von Kartoffeln bzw. Süsskartoffeln. Die Schale muss nämlich nicht immer im Müll landen. Die Alternative: Kartoffelschalen-Chips! Dazu die Schalen (Kartoffeln vor dem Schälen gründlich waschen) für einige Minuten in Wasser einlegen, nochmals abspülen, gut abtropfen lassen, mit etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer und Paprika mischen und für etwa 30 Minuten bei 180°C im Ofen backen. Zusammen mit einer Guacamole ein herrlicher Snack.
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Tipps
  • In vielen Supermärkten wird das Gemüse leider ohne Strunk und Blätter verkauft. Nicht zuletzt auch, weil am Grün erkennbar ist, wie frisch das Gemüse ist. Ware, die weitestgehend noch ganz ist, findest du auf dem Markt oder direkt bei Hofläden.
     
  • Aus Resten, die beim Schnibbeln und Rüsten von Gemüse entstehen, kannst du eine aromatische, vitaminreiche Gemüsebrühe zubereiten. Ob z.B. Gurken-, Spargel-, Zweibel- oder Karottenschalen: Fast alle Gemüsereste eignen sich zur Suppenzubereitung. Dazu einfach die Reste gut waschen, in einen Topf mit Wasser geben, mit Kräutern, Salz und Pfeffer würzen, für etwa eine Stunde kochen und anschliessend durch ein Sieb giessen. Die fertige Brühe kannst du als Basis für weitere Suppen oder Saucen verwenden. Portionenweise in Eiswürfel eingefroren, peppt die Gemüse-Bouillon auch noch zu einem späteren Zeitpunkt allerlei Gerichte auf.